Ein Unbekannter hat an zwei Stellen entlang der alten Verbindungsstraße zwischen Hausen und Burladingen Müll entsorgt. Einen weiteren Abfallhaufen – vermutlich desselben Verursachers – fand man unweit des Schützenhauses.

Zwischen 30 und 40 Kilo Küchenabfall aller Art

Die Gesamtmenge war beträchtlich. Ortsvorsteher Erwin Staiger, dem der Fall gemeldet wurde und der sich die Sauerei besah, schätzt sie auf 30 bis 40 Kilo. Es habe sich vor allem um Küchenabfälle gehandelt: Paprika, Bohnen, Blumenkohl, Brot  – alles war da dabei. Sogar Nudelsalat.“
Dass es sich im weitesten Sinne um Biomüll handelt macht die Sache keinesfalls besser. Nicht nur weil der Wirrwarr aus Gemüse, Speise- und anderen Küchenresten ein unschönes Bild bietet oder weil solche Abfälle in der wärmeren Jahreszeit zu gären beginnen – sondern auch weil sie Tiere anlocken. Das kann in jederlei Hinsicht Gefahren bergen: Füchse, Wildschweine oder Hunde können angefahren werden und müssen elendiglich verenden. Und Autofahrer können durch den Schreck beim Aufprall oder beim Versuch, auszuweichen von der Straße abkommen.

Vermutung geht in Richtung eines Gewerbetriebes

Vom Ortsvorsteher hinzu gebeten nahm Ordnungsamtsmitarbeiter Michael Stehle zu Wochenbeginn die drei Stellen in Augenschein. Einen Hinweis auf den Verursacher fand sich nicht, man könne lediglich vermuten, dass die Reste aus einem Gewerbetrieb stammen.

Wenig Chance, solche Umweltsünder zu schnappen

„Die Chancen solche Leute zu schnappen sind eher gering“, weiß Erwin Staiger aus leidiger Erfahrung. An wild entsorgtem Müll herrsche kein Mangel, bald wöchentlich werde man im Ort und ringsum fündig. Das ärgert den Dorfchef dann besonders, wenn es sich um zivilisatorische Überbleibsel handelt, die ganz einfach und ohne größere Kosten auf ordnungsgemäßem Weg weggeschafft werden könnten, sei es Papier in der Blauen Tonne, seien es Möbel beim Bauhof.

Bauhof darf die Arbeit tun, die Öffentlichkeit zahlt

A propos Bauhof: Inzwischen haben Angehörige des Bauhof die Abfälle in Hausen – auf Kosten der Allgemeinheit – versorgt.
Unabhängig von Erwin Staiger meldete noch ein zweiter Bürger den Fall dem Ordnungsamt. Er wandte sich auch an die HZ, ließ uns Fotos zukommen. Der Hausener rechnet ebenfalls nicht damit, dass solche Übeltäter wie der von der alten Verbindungsstraße in flagranti erwischt werden, weil sie ihren Abfall wohl zumeist bei Nacht und Nebel auskippen. Er appelliert daher an das Einsehen der Betreffenden: „Unsere Natur ist keine Müllhalde, sondern ein Ort für Mensch und Tier, an dem man sich wohl fühlen sollte.“

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