Zollernalbkreis Nicht ungewöhnlich für die Urlaubszeit

Zollernalbkreis / SWP 01.08.2012
Der Arbeitsmarkt im Juli zeigt einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Das ist allerdings nun durchaus nicht ungewöhnlich für die Sommerzeit.

Das Halbjahresende mit Quartalskündigungen und dem Auslaufen vieler befristeter Arbeitsverträge sowie das Ende schulischer und betrieblicher Ausbildungsgänge versetzten dem Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Balingen im Juli einen leichten Dämpfer.

Im Laufe des Berichtsmonats meldeten sich 1920 Frauen und Männer arbeitslos, 530 oder über 38 Prozent mehr als im Vormonat. Zwar stieg auch die Zahl derer, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, in den letzten vier Wochen leicht an, reichte aber nicht aus, um eine Zunahme der Arbeitslosigkeit zu verhindern. Mit einem Plus von 250 Personen beziehungsweise 3,9 Prozent waren zum Statistiktermin im Agenturbezirk 6720 Menschen im Landkreis Sigmaringen und im Zollernalbkreis ohne Job.

"Dieser Anstieg ist für uns aber kein Indiz für die nachlassende Kraft des heimischen Arbeitsmarktes, sondern ein alljährliches Phänomen zur Urlaubszeit", erklärt Georg Link, Chef der Agentur für Arbeit Balingen. "Fast in allen Bezirken des Landes Baden-Württemberg ist die Arbeitslosigkeit jahreszeitlich bedingt leicht gestiegen, im Durchschnitt allerdings etwas weniger als bei uns."

Zum Ende des ersten Halbjahres hatten zahlreiche Arbeitnehmer ihre Papiere bekommen; bei vielen von ihnen waren befristete Arbeitsverträge ausgelaufen und nicht mehr verlängert worden. Fast 790 bisher Erwerbstätige mussten sich arbeitslos melden.

Unter den neuen Arbeitslosen sind auch etliche junge Leute nach dem Ende der Lehrzeit und schulischer Ausbildungen. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen um fast ein Drittel ist deshalb auch deutlich höher als die Zunahme bei allen Arbeitslosen in den letzten vier Wochen um knapp vier Prozent.

Die Zunahme des Arbeitslosenbestandes verteilt sich über alle Geschäftseinheiten des Agenturbezirks. Im Landkreis Sigmaringen stieg die Zahl der Arbeitslosen etwas stärker als im Zollernalbkreis um 120 auf 2490 (plus 5,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt damit wie vor zwei Monaten wieder bei 3,6 Prozent (plus 0,2 Prozent). Im Zollernalbkreis bedeuteten 130 mehr Arbeitslose einen Juli-Bestand von 4230 Personen (plus 3,1 Prozent) und eine um gegenüber dem Vormonat um ein Zehntel auf 4,2 Prozent gestiegene Arbeitslosenquote. Zu diesem Landkreis gehören die Hauptagentur in Balingen mit einer Quote von 3,6 Prozent sowie die Geschäftsstellen in Albstadt mit 4,9 und Hechingen mit 4,0 Prozent.

Zum Vergleich: In Baden-Württemberg stieg die Arbeitslosenquote ebenfalls und liegt nun nach 3,7 Prozent im Vormonat bei 3,9 Prozent.

Immerhin konnten im Juli auch rund 1660 Menschen ihre Arbeitslosigkeit zumindest vorübergehend beenden. Mehr als 550 von ihnen fanden eine neue Arbeitsstelle, weitere 300 begannen eine Ausbildung oder eine Maßnahme, um sich für den Arbeitsmarkt fit zu machen.

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