Die Planer der Stadt Hechingen hatten sich besonders ins Zeug gelegt, damit alles noch rechtzeitig für das Schlachtfest und den Christbaumverkauf am kommenden Samstag, 14. Dezember, ab 9 Uhr in Bechtoldsweiler fertiggestellt ist. Ein halbes Jahr dauerten die Sanierungsarbeiten im Feuerwehrhaus – und sind nun fristgerecht unter dem Projektleiter Ralf Haberbosch beendet.

Bürgermeister Philipp Hahn freute sich über den neuen Anblick des „gut gewordenen“ Projekts, das noch unter der Ägide des ehemaligen Ortsvorstehers Günther Konstanzer eingeleitet wurde. Der anvisierte Kostenrahmen von 157 000 Euro wird wahrscheinlich noch etwas unterschritten, das zeigt sich aber erst mit der Endabrechnung.

Feuerwehr benötigt mehr Platz

Das Feuerwehrhaus Bechtoldsweiler ist im Erdgeschoss des Rathauses Bechtoldsweiler sowie in einem 1986 errichteten Nebengebäude untergebracht. Mit der wachsenden Mannschaftsstärke benötigte die Feuerwehrabteilung nun mehr Platz, zum Beispiel für zusätzliche Spinde. Zum Team gehören aktuell 14 Aktive sowie 21 Angehörige der Wehr. Auch die Sanitäranlagen waren in die Jahre gekommen, so Hahn. Und das dieses Jahr neu angeschaffte, wasserführende Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Bechtoldsweiler benötigt mehr Platz. Daher erarbeitete das Sachgebiet Hochbau/Gebäudeunterhalt der Stadt Hechingen eine Entwurfsplanung für den Umbau der Räumlichkeiten.

Und heraus kam ein famoses Feuerwehrhaus, unter anderem mit neuem Raum für das Personal, Büro und Schulungen. Dieser ist direkt neben dem Eingang zum Rathaus in der gleichnamigen Straße zu Fuß – sogar barrierefrei – erreichbar. Vor dem Umbau im Sommer 2019 sah es dort noch wie in einer Rumpelkammer aus und wurde als Garage vom Fronmeister genutzt. Nun gibt es eine blaue Küche, helle Wände; das doppelflügige Scheunentor ist jetzt eine robuste Brandschutztür, Wand-, Boden und Deckenbekleidungen wurden erneuert, die Elektrik, das Belüftungssystem und Wlan- sowie Hdmi-Anschlüsse sind neu verlegt.

Mehr Toiletten

Der danebenliegende, bisherige Personalraum wurde zur Umkleide mit knallroten Spinden umfunktioniert. Wenn man von dort aus in die Fahrzeughalle mit neuem Boden der Rutschhemmungsklasse 13 läuft, kommt man zum Sanitärbereich. Duschen gibt es keine mehr. Aber das ist nicht schlimm, denn schließlich wohnen die Wehrleute ganz in der Nähe und waschen sich daheim. Der Wunsch der Wehr-Ehrenamtlichen nach mehr WCs für Frauen und Männer war größer, und so wurden die Duschen zurückgebaut.

Das kommt auch den zahlreichen Veranstaltungen zugute, die in dem Feuerwehrhaus außerhalb der Proben und Einsätze stattfinden. Nun fehlt dem Interieur nur noch die persönliche Note – wie Hahn bemerkte. Aber das ergibt sich bestimmt noch nach und nach. Die Mannschaftsanzüge kehren nun jedenfalls von zuhause in die Spinde zurück.

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