Bietenhausen Obst- und Gartenbauverein startet neu durch

Der neue Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins Bietenhausen – von links: Kassierer Ingo Pape, Vorsitzender Dietmar Schirmer, Beisitzer Jürgen Kessler, 2. Vorsitzender Edwin Kessler und Schriftführerin Frauke Betz.
Der neue Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins Bietenhausen – von links: Kassierer Ingo Pape, Vorsitzender Dietmar Schirmer, Beisitzer Jürgen Kessler, 2. Vorsitzender Edwin Kessler und Schriftführerin Frauke Betz. © Foto: ks
Bietenhausen / ks 30.07.2018
Der Vorstand ist wieder komplett: Beim Obst- und Gartenbauverein Bietenhausen läuft’s wieder rund.

Rückblick: In der Hauptversammlung Anfang März war der Karren noch festgefahren, nichts ging mehr beim Obst- und Gartenbauverein Bietenhausen. Damals trat der komplette Vorstand  von seinen Ämtern zurück, weil die Fronten verhärtet waren, und es im Vorfeld Unstimmigkeiten und Streitereien gab. Mit Dietmar Schirmer und Edwin Kessler konnten vor im Frühjahr nur ein Vorsitzender und ein stellvertretender Vorsitzender gefunden werden. Die Folge war, dass der Verein wegen der Nichtbesetzung der übrigen Posten vorübergehend abgemeldet wurde.

Jetzt, 20 Wochen später, bei der Mitgliederversammlung Nummer zwei in diesem Jahr, schien es so, als ob die Welt wieder in Ordnung ist. Es herrschte Aufbruchstimmung – bis hin zu einer kompletten Neuausrichtung des Vereins. Die beiden Vorsitzenden Schirmer und Kessler gaben schon mal die Marschrichtung vor: „Der Weg in die Zukunft führt zwangsläufig über die Investition in die Jugendarbeit“, projizierten sie mit einem Beamer ganz groß an die Wand. Wie der Vorsitzende Dietmar Schirmer mitteilte, hatte es in den letzten Tagen und Wochen noch Probleme und Irritationen mit den zuständigen Behörden gegeben, um den Verein wieder in die Gänge zu bekommen. Sogar ein Zwangsgeld wurde ihm angedroht. „Zur Wiederbesetzung der noch fehlenden Vorstandsämter haben wir erfolgreich die Werbetrommel gerührt“, sagte Schirmer am Freitagabend im Mannschaftsraum des Feuerwehrhauses, und fügte hinzu: „Die Kinder sollen schließlich Spaß an unserem Verein haben.“ Der Altersdurchschnitt im Verein liegt bei über 60 Jahren – bei 80 Mitgliedern.

Die Wahlen waren bestens vorbereitet, so dass Ortsvorsteher Josef Pfister bei der Besetzung der restlichen Posten leichte Arbeit hatte. In offener Abstimmung und einstimmig wurden gewählt: Kassierer Ingo Pape, Schriftführerin Frauke Betz und Beisitzer Jürgen Kessler. Kassenprüfer sind Josef Pfister und Roland Strie.

Ortsvorsteher Pfister zeigte sich nach den Wahlen erleichtert. „Mit der Wiederbelebung des ältesten Vereins im Ort hat es gut geklappt, und die alten Strukturen sind immer noch da“, freute sich Pfister, der damit auch das vorbereitete herzhafte Bauernbratwurstvesper meinte, das es im Anschluss an die Hauptversammlung gab.

Ganz ohne Geld funktioniert die Neuausrichtung nicht. „Wir wollen was von unserem Ersparten in die Hand nehmen“, berichtete Schirmer. Geld, mit dem Kinder aus dem Kindergarten und der Grundschule angeworben werden sollen. „So wie bisher können wir jedenfalls nicht mehr weitermachen“, sagte der Vor­sitzende, der auch auf die Unterstützung seitens der Gemeinde hofft.

Angepeilt sind Kooperationen mit dem Imkerverein, dem Nabu, dem Kindergarten und dem Diasporahaus. Auf der Vereinswiese in der „Kraine“ soll zum bereits bestehenden Bienenhotel noch eine Imkerei dazukommen. Herbert Beiter aus Rangendingen habe bereits zugesagt, hieß es. Mit den Kindern und Jugendlichen aus dem Ort sollen noch dieses Jahr Obst geerntet, weitere Wildbienenhotels und Vogelhäuschen gebastelt werden. Schirmer: „Ich hoffe, dass hier jetzt Umtrieb passiert.“

Investieren will der Verein auch in einen Unterstand, in einen Geräteschuppen und in eine Grillstelle – das alles soll auf der Vereinswiese gebaut werden. „Radfahrer, Wanderer und Spaziergänger sollen hier zur Ruhe kommen“, hofft der Verein. Weitere Aktionen sind das Anlegen eines Naschgartens für Kinder, Schnittkurse, das Herstellen von Erdbeerrohren, Kräuterskulpturen bis hin zu einer gemeinsamen Mostprobe aller drei Rangendinger Obst- und Gartenbauvereine sein. Das Beetenfest soll es frühestens nächstes Jahr wieder geben – vorausgesetzt, es mangelt nicht an Helfern.

Der zweite Vorsitzende Edwin Kessler stellte Gummibärchen in Aussicht, hergestellt aus eigenem Apfelsaft. Der Obst- und Gartenbauverein Gomaringen gehe hier mit bestem Beispiel voraus. „Das freut die Kinder und schmeckt auch den Erwachsenen“, sagte Kessler. Hier will man sich ob der Kosten mit den Obst- und Gartenbauvereinen aus Rangendingen und Höfendorf zusammentun.

Weil  der Obst- und Gartenbauverein Bietenhausen dieses Jahr 120 Jahre alt ist, wünschte sich Mitglied Konrad Leins eine angemessene Würdigung. Vorgeschlagen wurde eine Hockete bei den Streuobstwiesen.

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