Sie war aufgeregt, wie sie mehr als einmal betonte. Das hätte die Künstlerin aber überhaupt nicht sein müssen. Die Ausstellung "Dreimal Kunst: Aquarelle, Abstraktes und Fotoarbeiten" von Nadine Ottenbreit kam gestern bei der Vernissage im Rathaus mehr als gut an. Rund 30 Besucher, darunter Vertreter der Stadt, des Landkreises und der örtlichen Vereine wohnten ihr bei - und das, obwohl der nachmittägliche Termin eher ungünstig lag.

Kulturreferentin Sylvia Sanktjohanser stellte die Künstlerin - Hechinger Mitbürgerin seit 2009 und Inhaberin der Werbeagentur Butterfly - dem Publikum vor, skizzierte ihren Werdegang und ihr künstlerisches Credo. Hell, leuchtend, positiv seien die Arbeiten, die sich philosophisch an die Transzendentalisten und stilgeschichtlich an die Präraffaeliten anlehnen, so Sanktjohanser.

Der Rest ist eigene Interpretation. Titel tragen die Fotografien und Malereien der ursprünglich aus der Pfalz stammenden Mediendesignerin nicht. Zumindest sind an den Rathauswänden keine ausgewiesen. Das macht aber nichts. In der Tat sprechen die Bilder für sich selbst. Musikalisch umrahmt wurde die Einführung von Jörn Baehr (Gitarre) und Petro Oliva (Cajón) mit lateinamerikanischen Rhythmen. Die monographische Werkschau ist noch geraume Zeit im Rathaus zu bewundern. Viel Glück wünschte ihr im Übrigen auch die ebenfalls anwesende Bürgermeisterin Dorothea Bachmann.