Sängerbund-Vorsitzender Armin Glatz fasste das zurückliegende Jubiläumsjahr, gefeiert mit mehreren Konzerten und geselligen Veranstaltungen, gleich zu Beginn seines Tätigkeitsberichts wie folgt zusammen: „Es war ein Jahr voller intensiver Probenarbeit und Höhepunkte, ein Jahr, in dem wir uns musikalisch und gemeinschaftlich der Öffentlichkeit von der besten Seite zeigten.“ Das Fazit hätte kaum besser ausfallen können.

Im Gegenzug berichtete der Vorsitzende aber auch von einer leicht rückläufigen Mitgliederzahl, die von 286 auf 276 schrumpfte und die sich vor allem im Nachwuchsbereich bemerkbar machte. „Im Bambinichor haben wir derzeit etwas zu kämpfen“, stellte der Vorsitzende die Situation dar. Enttäuscht zeigte sich Glatz vom Ergebnis der Werbeaktion im Kindergarten: „Hier gab es kaum nennenswerte Erfolge.“ Der Vorstand und Dirigent Michael Binder sind sich einig, dass die Mitgliederwerbung weiterhin Priorität hat.

Gleich zwei hochkarätige Konzerte haben die Chöre im vergangenen Jahr geschultert, wobei das von den Schüler- und Jugendchören mehrmals aufgeführte Musical „Coco Superstar“  ein echter Volltreffer war. Guten Anklang fanden auch die Ausstellung „175 Jahre Sängerbund“ und das Kastanienfest.

Die verhinderte Jugendleiterin Rosa Hautmann ließ mitteilen, dass das Jubiläumskonzert und die Musical-Aufführungen eine „runde Sache“ waren.

Dirigent Michael Binder sprach von einem „erfolgreichen Jahr mit zwei anspruchsvollen Konzerten“. Einziger Wermutstropfen sei die Tatsache, dass nach der Aufführung des Musicals etwa die Hälfte der Jugendlichen den Sängerbund verlassen haben „Das schmerzt mich bis heute sehr“, so Binder. Nur noch 35 Kinder und Jugendliche seien derzeit aktiv, sieben im Bambinichor, vier in den Schülerchören I und II, 18 im Schülerchor III und sechs im Jugendchor. Um die Nachwuchssorgen zu beheben, strebt Binder eine Kooperation mit der Grundschule an. Denn diese beabsichtigt, einen eigenen Schülerchor zu gründen. Binder betonte, dass der Sängerbund vielleicht „etwas verunsichert“ sei, aber „sicher kein sterbender Verein“.

Für Nachwuchssänger hält der Verein sogar ein ganz besonderes Schmankerl bereit: professionellen Stimmbildungsunterricht mit einer studierten Popsängerin aus der Region.

Nach dem hektischen Jubiläumsjahr will der Sängerbund dieses Jahr ruhiger angehen. Dennoch steht am 25. Mai wieder ein größeres Konzert mit einem Gastchor an. Ein besonderer Dank des Vorsitzenden galt Dirigent Michael Binder. Mit ihm hätte man chorische Maßstäbe gesetzt und Zuschauer begeistert.

Ein anstrengendes Jahr hat auch Finanzchefin Simone Ulrich hinter sich. Sie schloss die Kasse mit einem Verlust ab. Großer Kostenverursacher war das Probenwochenende. Die Kassenprüfer Walter Heilig und Michael Wild lobten das geordnete Finanzwesen des Vereins. Schriftführerin Elke Krebes rief anschließend nochmals alle Veranstaltungen ins Erinnerung.

In gewohnt humorvoller Manier hielt Manfred Ritter den Bericht über den Probenbesuch, der gemessen an 40 Singstunden, bei 81,5 Prozent lag. Eugen Hund, Monika Fecker und Fidelis Widmaier haben alle Proben besucht. Nur einmal gefehlt haben  Edeltraud Schwenk, Herbert Müller, Edeltrudis Haug und Manfred Ritter; zweimal Andreas Widmaier, Daniela Widmaier, Anita Grieb, Miriam Mönch und Anika Hautmann.

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Aktive zählt der Sängerbund Rangendingen aktuell. 52 von ihnen singen im Gemischten Chor mit. Der Rest verteilt sich auf die Schüler- und Jugendchöre des Vereins.