Den bei der Kreisbauernversammlung erhobenen Vorwurf, „die Naturschutzverbände schürten Ängste und verbreiteten Hetze und billige Polemik“ lassen der Nabu-Kreisverband Zollern­alb und die Hechinger Nabu-Gruppe nicht auf sich sitzen. Wie bei der „Wir haben es satt“- Kundgebung in Tübingen deutlich geworden sei, gebe es keine „pauschale Verunglimpfung der Landwirte“. Im Gegenteil, die bäuerliche Landwirtschaft wurde  als wichtiger und unverzichtbarer Beitrag zur Pflege der Kulturlandschaft und Erhaltung der Artenvielfalt gewürdigt. Dies solle – so meint der Nabu mit anderen Umwelt- und auch verschiedenen Bauernorganisationen – durch die Förderpolitik der EU besser honoriert werden, anstatt den Großteil der Förderung nach dem Flächenprinzip zu verteilen und damit das Höfesterben zu be­günstigen.

Der Kreisbauernverband mache sich zum Sprecher der Großbetriebe und Agrarfabriken, denen es allein um Wachstum, Umsatz und Gewinn gehe, und die dabei den Natur- und Bodenschutz wie auch das Tierwohl aus dem Auge verloren hätten, schreibt der Nabu weiter. Es sei unbestreitbar, dass die gegenwärtige Entwicklung in der Agrarlandschaft einen dramatischen Artenverlust und die zunehmende Belastung von Böden und Grundwasser bewirke. Der Erfolg der Bioprodukte zeige auf, dass immer mehr Verbraucher bereit seien, für umweltgerecht erzeugte Produkte höhere Preise zu bezahlen.

Der Nabu gehe – anders als beim Bauerntag dargestellt –  sehr sachlich mit der Thematik um. Die Hechinger Nabu-Gruppe verweist auf mehrere Veranstaltungen, die im Jahresprogramm enthalten sind und für Diskussionen offen stehen.