Höfendorf / KS Nach dem Zusammenschluss als Projekt-Orchester mit der Musikkapelle Wachendorf zogen die Höfendorfer Musikanten Bilanz.

Vor zwei Jahren haben sich die Musikkapellen Höfendorf und Wachendorf zu einem Projekt-Orchester zusammengeschlossen, aus dem jetzt eine Musikgemeinschaft entstand. Bis vor kurzem lief‘s noch nicht ganz rund, wie in der Hauptversammlung des Musikvereins Höfendorf zu hören war.

Der Vorsitzende des Musikvereins Höfendorf, Herbert Fahrner, sprach in der Hauptversammlung davon, nur noch kleine Stellschrauben anpassen zu müssen, damit die vor zwei Jahren begonnene Kooperation reibungslos klappt. Dirigent Elmar Schneider hatte dazu aufgerufen, endlich das Kirchturmdenken abzulegen „Wir sind nun im dritten Jahr der Kooperation mit dem Musikverein Wachendorf, und ich habe mir dieses Vorhaben leichter vorgestellt“, ließ der verhinderte musikalische Leiter mitteilen. „Wenn wir eine Gemeinschaft sein wollen, müssen wir diese auch leben und danach handeln“, schrieb Schneider den Musikanten ins Heft. Alle müssten zu einer kameradschaftlichen Truppe verschmelzen. Herbert Fahrner ergänzte, dass die letzten Meinungsverschiedenheiten und Unstimmigkeiten aus der Kooperation mit dem Musikverein Wachendorf zwischenzeitlich aus dem Weg geräumt worden seien. „Ein paar Dinge sind nicht so gelaufen wie sie sollten“, räumte Vorsitzender Fahrner ein und bestätigte: „Jetzt sind wir aber auf einem richtig guten Weg.“

Zur Probenarbeit meinte Fahrner, dass die Anwesenheitsquote von 77 Prozent, gemessen an 49 Proben und 16 Auftritten, noch deutlich ausbaufähig sei. Zum Jahresende zählte das Höfendorfer Orchester 33 aktive Musikanten. Anfänglich nur auf Probe angelegt, mündete das Projekt-Orchester mit Wachendorf jetzt in der Gründung der Musikgemeinschaft Höfendorf-Wachendorf“ mit deren Hilfe die Attraktivität beider Vereine gefördert werden soll, ohne die Selbstständigkeit in Frage zu stellen. 18 Musikanten aus Wachendorf komplettieren das Gemeinschaftsorchester. Das im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Förderprogramm „Zukunft Musikkapelle Höfendorf“ wird weiter verfeinert. Es sieht unter anderem die Bezuschussung von Ausbildungskosten und die Zahlung von je nach Schwierigkeitsgrad schwankenden Erfolgsprämien für bestandenen Prüfungen vor.

Axel Mahl schloss die Vereinskasse mit einem Minus ab. Ursachen waren die Investitionen in die Jugendarbeit und der Kauf einer Verstärkeranlage. Eine 200-Euro-Spende, resultierend aus der Musiker-Weihnacht bei der Kirche, geht dieses Jahr an den Jugendraum Höfendorf.

Revisor Paul Wannenmacher fand keinen Grund zur Beanstandung, und Ortsvorsteher Gerd Beiter dankte dem Musikverein bei der Entlastung für den kulturell geleisteten Beitrag. Dirigent Elmar Schneider, der außerdem bei der Musikkapelle Wendelsheim den Takt angibt und deshalb verhindert war, schrieb von einem anstrengenden Jahr mit vielen Überraschungen, Höhen und Tiefen.

Vier gemeinsame Konzerte brachten die Musiker aus Höfendorf und Wachendorf erfolgreich hinter sich. Zur Nachwuchsarbeit sagte Schneider: „Die Kinder und Jugendlichen müssen spüren, dass wir an ihnen interessiert sind“. Aus seiner musikalischer Sicht befindet sich das 50 Mitglieder starke Blasmusikorchester „auf dem richtigen Weg.“

Laut Jugendleiterin Marie Ströbele zähle die Musikkapelle (ohne Wachendorf) „immer noch“ 28 Jungmusikanten. Einige von ihnen gehören der musikalischen Früherziehung an, die zusammen mit dem Musikverein Bietenhausen betrieben wird. An der Zusammenarbeit mit Bietenhausen will man weiter festhalten.

Schriftführerin Andrea Lauinger erinnerte an die vielen Auftritte und geselligen Veranstaltungen im vergangenen Jahr.

Wahlen und Ehrungen für treuen Probenbesuch

Die geheimen Wahlen ergaben keine Änderungen. Ohne Gegenstimmen bestätigten die Mitglieder den kompletten Vorstand: Vorsitzender Hebert Fahrner,  2. Vorsitzende Ulrich Schmid und Ralf Ströbele, Kassierer Axel Mahl, Schriftführerin Andrea Lauinger, Jugendleiterin Marie Ströbele, Beisitzer Joachim Fahrner, Pascal Schmid, Markus Lohmüller und Albert Saile, Kassenprüfer Paul Wannenmacher und Jochen Schmid, Notenwartinnen Ines Pflumm und Noemie Ströbele, Uniformwartin Camille Ströbele sowie Caroline Fahrner als Instrumentenwartin.

Für vollzähligen Probenbesuch ehrte der Musikverein Luisa Grupp und Morgane Ströbele. Zwei Proben versäumten Ulrich Schmid, drei Marie Ströbele und Celine Eger.

Sechs neue junge Musiker befinden sich in der Nachwuchsausbildung. Vier Jugendliche wechselten in die Reihen des großen Orchesters.