Rangendingen Musikgemeinschaft überzeugt bei Konzert

Ohne eine Zugabe nach dem Kaiserin-Sissi-Marsch durften sich die Musiker nicht von der Bühne verabschieden.
Ohne eine Zugabe nach dem Kaiserin-Sissi-Marsch durften sich die Musiker nicht von der Bühne verabschieden. © Foto: ks
Rangendingen / ks 16.04.2018
Das Frühlingskonzert war der erste gemeinsame öffentlichen Auftritt der Musiker aus Höfendorf und Wachendorf.

Besser hätte die Premierenveranstaltung nicht laufen können. Zwei perfekt aufeinander abgestimmte Musikvereine gehen seit Sommer letzten Jahres Hand in Hand. Aus dem anfänglichen Projektorchester sei eine homogene Musikgemeinschaft geworden, sagt die Musikvereinsvorsitzende aus Wachendorf, Katja Seifert. Dem konnte Herbert Fahrner, Vorsitzender des Musikvereins Höfendorf, nur zustimmen: „Es wurde der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt gemacht“, betonte er.

Vier Stunden voller Spielfreude

Locker 300 Leute kamen in die Rangendinger Festhalle. Mit so vielen Zuhörern hat der Musikverein Höfendorf gar nicht gerechnet, denn es musste nachgestuhlt werden. Als erstes formierte sich das stattliche gemeinsame Jugendblasorchester Rangendingen-Höfendorf-Bietenhausen. 43 Nachwuchsmusiker zeigten sich unter dem Dirigat von Musikdirektor Arno Hermann in Bestform. Uta Schoder vom Musikverein Rangendingen unterstützte die Mädchen und Jungs am Glockenschlagwerk und Xylophon.

Danach überließ die Musikgemeinschaft der Gastkapelle aus Bösingen den Vortritt. 40 aktive Mitglieder hat das große Blasmusikorchester aus dem Raum Rottweil. Was die Bösinger mit ihrem Dirigenten Gerhard Nesselhauf in der Rangendinger Festhalle ablieferten, war allerfeinste Sahne. „Wir kratzen an der Oberstufe“, sagte ein Musiker zur HZ.

Recht spielfreudig zeigten sich die Musikgemeinschaft mit ihren 30 Musikern aus Höfendorf und 23 aus Wachendorf. Dirigent Elmar Schneider leitete sie sicher und souverän die einzelnen Stücke, die seit September einstudiert wurden. Ein fast nicht enden wollender Applaus brandete schon zu Beginn auf, als die Musiker von ihren Stühlen aufstanden und sich dem Publikum präsentierten. Marie Ströbele kündigte das straffe Programm an. Mit der festlichen Ouvertüre vom tschechischen Komponisten Bedrich Smetana begann die Premiere. Mit „Red Rock Mountain“ entführte das Orchester die Gäste in die traumhaften Berglandschaften Pennsylvanias. Im Stück „The Witch and the Saint – die Hexe und die Heilige“ widmeten sich die Musiker einem dunklen Kapitel des Mittelalters - der Hexenverfolgung. „Eighties Flashback“, ein Medley von Paul Mutha, brachte die Zuhörer zurück in die 80er-Jahre und leitete mit Hits wie „Thriller“, „Time After Time“, „Eye Of The Tiger“ oder „Up Where We Belong“ zum musikalischen Endspurt über.

Erst als die letzten Töne verklungen und der Applaus zu Ende war, machten sich die Gäste nach der fast vierstündigen Abendveranstaltung beschwingt auf den Heimweg. Das Konzert zeigte, dass die beiden Musikvereine auf einem guten Weg sind.