Hechingen / Von Diana Maute Beim Frühlingskonzert des Gymnasiums Hechingen in der Stadthalle „Museum“ hatten 140 Akteure ihren großen Aufritt.

Mozarts graziles Hornkonzert in Es-Dur neben der „Bohemian Rhapsody“ von Queen, tanzende Sternschnuppen zwischen Big-Band-Sound und Chorgesang: Das Frühlingskonzert der Musik-AGs des Hechinger Gymnasiums, das am Mittwoch im „Museum“ über die Bühne ging, war so bunt und facettenreich, dass es die zahlreichen Zuhörer in kollektive Begeisterung versetzte.

Die beiden Musiklehrer Cornelia Prauser und Wolfgang Nägele, die für das Programm und die musikalische Leitung verantwortlich zeichneten, hatten sich gemeinsam mit ihren Sängern und Musikern selbst übertroffen.

Schulleiterin Melanie Dreher schien schon die richtige Vorahnung zu haben, als sie dem Publikum einen ganz besonderen Abend versprach. „Sie erleben heute ein generationenverbindendes Projekt, bei dem 65 Jahre Altersunterschied zwischen dem ältesten und dem jüngsten Teilnehmer liegen.“ Wie dies möglich sein konnte? Ganz einfach: Beim Frühlingskonzert hatten nicht nur Schülergruppen aller Altersstufen ihren Auftritt, sondern erstmals auch der neu gegründete Eltern-Lehrer-Chor.

Doch zum Auftakt gehörte die Bühne einer jungen Musikerin, die mit ihrer großartigen Stimme und professionellem Auftreten bezauberte: Singer-Songwriterin Chiara Possi, die neben „God is a Woman“ von Ariana Grande auch eines ihrer eigenen Lieder mit dem Titel „Games“ performte und dafür wahre Beifallsstürme erntete.

Einen ebenso souveränen Auftritt legte ein weiterer Solist hin, der sich einer ganz anderen Musikrichtung widmete: Hornist Julian Wipfler, der auch bei „Jugend musiziert“ schon Preise abgeräumt hat. Er präsentierte den dritten Satz aus Mozarts „Hornkonzert in Es-Dur“ und spielte dabei, begleitet von Wolfgang Nägele am Klavier, seine ganze musikalische Klasse aus.

Eine klangvolle Reise zu den Sternen unternahmen anschließend der „Kleine Chor“ und die Klassen 6c und 6d. Mit dem Musical „Leben im All“ entführten sie in ferne Galaxien voll mitreißender Musik. Die reizvolle Mischung aus Schauspiel, Gesang und szenischem Tanz vermochte das Publikum vom ersten Takt an mitzureißen. Die mit viel Liebe zum Detail gestaltete Ausstattung und der Feuereifer, mit dem die jungen Akteure bei der Sache waren, taten ein Übriges. Da wirbelten freche Sternschnuppen über die Bühne, die gleißende Frau Sonne und der rote Mars, die strahlende Venus und der beringte Saturn sangen und tanzten um die Wette, und der Komet XXL demonstrierte seine Superkräfte. Dazwischen immer wieder tolle Lieder, in denen das große schwarze Loch „Ich werd’ mir eine Schnuppe schnappen“ intonierte, der Chor „Wenn irgendwo ein Stern erlischt“ anstimmte und am Schluss alle gemeinsam die Sternbilder besangen und beteuerten: „Leben im All ist ganz mein Fall.“ Ein wunderbares Musical, das die Solisten, Tänzer, Sänger und Instrumentalisten unglaublich professionell umsetzten.

Nach der Pause trumpfte der Eltern-Lehrer-Chor groß auf. Unter der Leitung von Wolfgang Nägele brachten die Sänger die Lieder „Noah“ und „Over the Rainbow“ zur Aufführung, bevor der „Große Chor“ des Gymnasiums Lieder von Toto, Adele und aus dem Musical „Tanz der Vampire“ präsentierte. Gemeinsam erfreuten die beiden Chöre ihr Publikum noch mit dem Queen-Meisterwerk „Bohemian Rhapsody.“

Heiße Rhythmen zauberte die Big Band auf die Bühne, die mit Coldplays „Viva la Vida“ das Leben feierte und Hits von Stevie Wonder erklingen ließ. Als Solistinnen begeisterten hier Amy Hömann mit „Valerie“ und Jana Merz mit „Skyfall“, bevor alle Akteure gemeinsam den „Final Countdown“ zelebrierten.

Bewirtung durch die Oberstufe

In der Pause sorgten die Jahrgangsstufen 11 und 12 der Schule für eine vorzügliche Bewirtung.