Konzert Matthias Anton und Hans-Günter Kölz in der Villa Eugenia

Gefielen in der Villa Eugenia: Matthias Anton (Saxophon)
 und Hans-Günter Kölz (Ak­kor­­­deon).
Gefielen in der Villa Eugenia: Matthias Anton (Saxophon) und Hans-Günter Kölz (Ak­kor­­­deon). © Foto: Antonia Lezerkoss
Hechingen / Antonia Lezerkoss 08.11.2016

Wohl selten hat man die Gelegenheit, in so entspannter Atmosphäre zwei Musiker der Extraklasse bei einer fesselnden Reise durch die Welt der Musik zu begleiten. Lustvoll unternahmen die zwei feinsinnigen Individualisten Matthias Anton, gern gesehener Gast in der Villa, und der Akkordeonist Hans-Günther Kölz mit ihrem Programm „Voyage“ eine Reise durch Stile und Genres – von Klassik bis Jazz.

Spielerisch auf höchstem Niveau schöpften die beiden Künstler ebenso selbstverständlich wie fantasievoll die klanglichen Möglichkeiten zweier auf den ersten Blick so unterschiedlich erscheinenden Instrumente wie Saxophon und Akkordeon aus. Mit weichen Klängen und schlanken Farben malten Matthias Anton und Hans-Günther Kölz in „Spring Dance“, Song of Autumn, September Second“ einerseits Stimmungsbilder der Jahreszeiten, andererseits summte und hauchte sich das Saxophon umtanzt vom Akkordeon mit wunderbar girlandenreichen Tongemälden in melancholischer Großlaune durch die Balladenbeete.

Das Akkordeon, der „tönende Blasebalg“, ist wie kein anderes Instrument in der Lage, sich jeder Situation anzupassen. Indem er sein Instrument bis aufs Letzte auslotet, entlockt Hans-Günter Kölz seinem Akkordeon eine reichhaltige Palette an Emotionen. Scheinbar mühelos perlen Läufe in der rechten Hand, donnern Bässe und Akkorde dagegen, aber alles mit einer atmenden Leichtigkeit. Als Musik zum Träumen erwies sich „La Valse“: Der schwungvolle „Waltz for Betty“ war eine Reverenz an die Ehefrau. Musik nach Michel Petrucciani, lyrische Improvisationen im Duo nach Jean Toots Thielemans, Minimal Music von Eric Satie, ein lebensfroher Bossa Nova, coole „Better days ahead“, ein gefühlvoller „Libertango“ und ein swingender „Caravan“ von Duke Ellington – durch ihr facettenreiches, meisterliches Spiel begeisterten die beiden Virtuosen das Publikum restlos.

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