Stetten Musik aus 100 Instrumenten im Klostergarten

Stetten / Von Franz Buckenmaier 29.07.2018
Eine tolle Premierenveranstaltung bot der Musikverein Stetten unter dem Motto „Blasmusik im Klostergarten“.

Das Große Blasorchester des Musikvereins Stetten bot am Samstagabend im barocken Klostergarten in drei Abschnitten mehr als drei Stunden ausgezeichnete musi­kalische Unterhaltung für die in großer Zahl versammelten Besucher aus Stetten und der ganzen Umgebung.

Eröffnet wurde das unter der Leitung von Robert Hinderer stehende Konzert mit „Arsenal“. Durch das Programm führte das Vorstandstriumphirat Christoph Klotz, Hansjörg Bart und Manfred Gsell. Lang war die Liste der Besucher, denen der besondere Gruß des Vereins galt. Zum Hintergrund dieser erstmaligen Veranstaltung führten die Redner aus, dass auf ein Frühjahrskonzert verzichtet werden musste, weil die Suche nach einem neuen Dirigenten erfolglos war. Umso größer sei die Freude dann gewesen, dass sich der Stettener aktive Musiker Robert Hinderer, der bereits Dirigent beim Musikverein Stetten u. H. ist, bereit erklärt hat, in die Bresche zu springen, bis ein neuer Dirigent gefunden ist. So konnte das erste halbe Jahr 2018 überbrückt werden, und so konnte das Orchester jetzt auftreten.

Zum Motto „Blasmusik im Klostergarten“ war nur noch eine zündende Idee notwendig, und die kam dann beim Gedanken an das Dörfchen Ort im Innkreis in Österreich, das seit einigen Jahren zum Mekka der Blasmusikfreunde geworden ist. Vom Musikverein Stetten waren 14 Musiker kürzlich dabei, als dort vier Tage lang Blasmusik vom Feinsten geboten wurde. Bekannte Blaskapellen wie die „Egerländer Musikanten“ waren mischten ebenfalls mit. Beim Gesamtspiel, dem absoluten Höhepunkt, haben sich sage und schreibe 15 000 Musiker mit Instrumenten versammelt, was äußerst beeindruckend war.

Warum sollte so etwas in kleinerem Rahmen nicht auch daheim in Stetten gelingen? So reifte der Entschluss, dass neben unterhaltsamer Blasmusik des Blasorchesters Stetten das erste Musikvereinsgesamtspiel stattfinden sollte.

Dann ging es los mit „Blasmusik, da bleiben keine Wünsche offen“. Das Blasorchester Stetten trug die Stücke „Simon und Garfunkel“, „Märchenwalzer“, „Rumba Tromba“, „The Best of Beatles“, „Under the Sea“, „Böhmische Liebe“, „Hello, Mary Lou“ und zum Abschluss des ersten Teils den „Radetzkymarsch“ vor.Dann rief Manfred Gsell die im Publikum anwesenden Musikerinnen und Musi­ker zum Gesamtspiel auf die Bühne. Ein Massenchor von etwa 100 Musikern trat auf mit „Auf der Vogelwiese“, „Von Freund zu Freund“, „Dem Land Tirol die Treue“ und dem „Hohenzollernlied“, bei dem die Zuhörer zum Mitsingen aufgefordert waren. Textblätter waren ausgelegt.

Im dritten Programmteil – es wurde schon dunkel – intonier­te das Blasorchester Stetten „Salemonia“, „Kannst Du Knödel kochen“, „Bodenseepolka“, „Kuschelpolka“, „Abba Gold“, „Böhmischer Traum“, „Wir Musikanten“, „Sag Dankeschön mit roten Rosen“ und „Ciao d‘Amor“.

Hansjörg Bart und Christoph Klotz sprachen am Ende umfassende Dankesworte, vor allem an den Dirigenten Robert Hinderer, allen Helfern, der Kirchengemeinde Stetten für die Überlassung des Klostergartens und allen Besuchern. Mit dem „Bozener Bergsteigermarsch“ wurde die Veranstaltung abgeschlossen.

Großen Eindruck machte nach Einbruch der Dunkelheit die Illumination von Klosterkirche und Klosterruine in immer wieder wechselnden Farben, inszeniert von Matze Rhomberg.

Die über dreistündigen musikalischen Darbietungen wurden vom Publikum immer wieder durch aufbrausenden Beifall, Mitklatschen und Mitsingen belohnt. Die Stimmung im Kloster­garten war während des ganzen Abends hervorragend, sodass man von einer vollauf gelungenen Premiere sprechen kann.

Musikerkirbe mit Dirndlparty im Oktober

Die nächste große Veranstaltung des Musikvereins Stetten ist schon angekündigt: die Musikerkirbe vom 19. bis zum 21. Okto­ber mit Dirndlparty am Freitag, Theaterstück am Samstag und Blas­musik am Sonntag.

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