Ob und wie 2021 eine Fasnet aussehen kann, ist offen. Die Rangendinger Mönchsgrabenhexen, die am Samstag in der Festhalle unter Einhaltung der Corona-Abstandsregeln ihre Hauptversammlung veranstalteten, blicken skeptisch auf die bevorstehende Fasnet.

Große Fragezeichen vor der Weihnachtsfeier und Hexenbesenstellen

Große Fragezeichen stehen vor der Weihnachtsfeier und dem Hexenbesenstellen. „Wenigstens das Hexenbesenstellen würden wir gerne machen“, sagte Vorsitzender André Schneider, der dem für den 22. Januar terminierten Hexenball eine vorzeitige Absage erteilte.
„Wir müssen verantwortungsbewusst, solidarisch und vor allem realistisch die Angelegenheit betrachten“, lautete seine Begründung. Zum Hygienekonzept meinte Hexen-Chef Schneider: „Dieses einzuhalten und zu überwachen ist äußerst schwierig. Dafür fehlt uns schlichtweg die Manpower.“

Rathaussturm und Schmotziger waren „richtig toll“ anzusehen

Ansonsten zog der Vorsitzende eine zufriedenstellende Bilanz. Das 15-jährige Vereinsbestehen bezeichnete Schneider als ein „riesiges Event“. Eine 444 Euro-Spende ging an die Tübinger Klinik-Clowns. Lobend erwähnte Schneider die Schülerbefreiung und den Rathaussturm am Schmotzigen: „Das alles war richtig toll und schön anzusehen.“
Zufrieden stimmte sich der Hexen-Chef auch mit den leicht gestiegenen Teilnehmerzahlen bei auswärtigen Fasnetsumzügen. Verstärkung sei hingegen in der Hexen-Tanzgruppe, die dieses Jahr ein überarbeitetes Werk präsentierte, nötig. Künftig ist auch die Entstehungsgeschichte der Mönchsgrabenhexen zu sehen.

Kritik vom Hexen-Chef an den Umzugspyramiden

Kritik übte Schneider an den Umzugspyramiden, bei denen es an Hexen mangelt. „Das, was wir dieses Jahr den Zuschauern boten, war kein Vorzeigemodell.“ Ein Umzug ohne eine Hexenpyramide sei kein Umzug, sagte der Vorsitzende, der sich zudem mehr Disziplin in der Häsordnung wünschte. „Da müssen wir besser werden“, lautete die Forderung. Gut funktioniert habe die Kinderbetreuung, für die Bettina Haug und Steffi Wiest zuständig sind.

Fünf neue Hexen, bei 60 Mitgliedern ist dann Schluss

Mit Sofia Dieringer, Verena Dieringer, Alexander Balog, Christian Haller und Ellen Haller kamen fünf neue Hexen dazu. Ein weiteres neues Mitglied werde nächstes Jahr aufgenommen. „Dann sind wir voll“, sagte Schneider, der auf die Obergrenze von 60 aktiven Hexen verwies. Außerdem hat der Verein 33 passive Mitglieder.

Positive Rückmeldungen bei Auswärtsveranstaltungen

Hexenmeister Patrick Schröder berichtete von 23 Veranstaltungen – 19 davon fanden außerhalb Rangendingens statt. „Wir haben nur positive Rückmeldungen bekommen“, lobte Schröder, der mehr Elan bei den Umzugspyramiden einforderte.

Kasse durch Minus geprägt

Gar nicht positiv fiel der Kassenbericht von Daniel Dieringer aus. Kostümanschaffungen, Buskosten, der Kauf von Kühlschränken und eines Bräters führten zum Minus.
Stefanie Wiest und Fabian Vötsch hatten die Buchführungsunterlagen überprüft und sie für in Ordnung befunden. Bürgermeister Johann Widmaier dankte für die Aktivitäten und stellte die einstimmige Entlastung des Vorstands fest.

Wahlen bringen kaum Änderungen mit sich

Die von Vize Christian Dehner geleiteten Wahlen, brachten kaum Änderungen mit sich. Andre Schneider bedankte sich bei den fast 20 anwesenden Mitgliedern für das Vertrauen. „Es macht mir große Freude, mit euch zusammenzuarbeiten“, sagte er.
Hexenmeister bleibt Patrick Schröder. Der bisherige Beisitzer Jürgen Dieringer übernahm von Wolfgang Mesam den Posten des Wirtschaftswartes. Für Jürgen Dieringer rückte Tina Glatz nach, die mit Alexander Morlok und Annika Weber den erweiterten Vorstand bildet.

Seit zehn Jahren dem Verein treu


Ehrung Seit zehn Jahren gehören Bernadette Augsburger und Philip Braun den Rangendinger Mönchsgrabenhexen an. Da sie verhindert waren, wird ihnen die Ehrung nachgereicht.