Jungingen Mit Pfeil und Bogen - oder Laser

Konzentration ist nicht nur beim Bogenschießen gefragt. Foto: Bendix
Konzentration ist nicht nur beim Bogenschießen gefragt. Foto: Bendix
Jungingen / HORST BENDIX 20.08.2012
Wer einmal mit Pfeil und Bogen oder mit Laser (natürlich ganz ohne Munition) schießen wollte, durfte dies beim Ferienprogramm der Junginger Vereine ausprobieren. Die Schützen boten die Gelegenheit.

Ja, das süße Nichtstun hat schon was für sich, aber halt nur eine Zeitlang; wie langweilig wäre es, wäre da nicht das Ferienprogramm der Junginger Vereine, das von der Gemeindeveraltung initiiert wurde.

"Ihr müsst den Recurve-Bogen so halten, dass er relativ leicht anzuspannen ist, sooo ists cool", teilten die erfahrenen Bogenschützen Roland Pfister und Helmut Geiselhart auf spielerische Art auf dem Grundstück oberhalb des Junginger Schützenhauses dem Schwesternpaar Selina und Ines aus dem benachbarten Killer mit. Beide wollten, ebenso wie eine ganze Reihe anderer Kinder, in den Schießsport einfach mal "reinschnuppern".

Florian, Leon, Lukas, Noa, Felix, Marvin oder Oliver übten sich derweil an den Schießständen im oberen Stock des Schützenhauses. Jugendleiterin Kathrin Sontheim und andere Mitglieder passten auf.

"Wie geht das mit dem Luftgewehr?" Kathrin Sontheim erklärte es geduldig. Und schon bald standen die Mädchen und Jungen souverän in Position, das Ziel ruhig und gelassen im Visier, den Zehner im schwarzen Feld der Zielscheibe. Mit Stolz nahmen sie anschließend ihre Schießscheiben in Empfang, und tatsächlich: Bei einigen war ein glatter "Zehner" das Resultat.

Rainer Pröpster, Vorsitzender der Junginger Schützen, erklärte den Kindern die Sachkundeprüfung, den großen DRK-Hilfe-Kurs und die Jugendbasis-Lizenz, die Kathrin zu absolvieren hatte, ehe sie Jugendleiterin wurde.

Die Kinder staunten: "Eine ganze Menge, die man in Ehrenamtlichkeit leisten muss." Und Rainer Pröpster betonte: "Keiner geht so gewissenhaft mit den Waffen um, wie gerade diese ehrenamtlichen aktiven Mitglieder."

"Ich hab das noch nie gemacht", sagten Florian, Leon oder Lukas mit einem Ton der Verzweiflung auf dem Bogenschießplatz, als sie ihre Bogen spannten. Das Zuggewicht des Bogens ist abhängig von der Körperstatur der Kinder, ab acht Jahren ist es vom Verband zugelassen, erläuterte Roland Pfister. Selina und Ines übten sich derweil in der Stabilisation zur Beruhigung des Bogenabschusses. "Es ist gar nicht so leicht", meinten die beiden lachend.

"Wir hoffen natürlich durch so einen Tag die Begeisterung bei den Kindern oder Jugendlichen zu gewinnen", sagten die beiden erfahrenen Bogenschützen Roland Pfister oder Helmut Geiselhart, die selbst schon Meriten bis hinauf zur Deutschen Meisterschaft einheimsen durften.

Am liebsten aber schossen die Kinder auf die Laserscheibe, allerdings ohne Munition. Ein Fehlschuss wurde mit Rot vermerkt, ein Volltreffer gefeiert. Vielleicht findet durch diese Werbeveranstaltung ja der eine oder die andere Jugendliche den Weg zu den Junginger Schützen.

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