Hechingen Mit Drohnenauge gegen Flächenbrand

Hechingen / SWP 08.08.2018
Einen Flächenbrand zwischen Hechingen und Schlatt hat die Feuerwehr mit Hilfe aus der Luft unter Kontrolle gebracht.

Wäre gestern am frühen Nachmittag im unteren Killertal die Stoppelfläche eines abgemähten Getreidefeldes in Brand geraten, hätten die Wassermassen, die sich aus den Himmelsschleusen ergossen, locker ausgereicht, um das Feuer komplett zu löschen.

Am vergangenen Samstagnachmittag aber, da war Regen noch fern, da brannte nur die Sonne unerbittlich. Und so brauchte es den Einsatz der Hechinger Feuerwehr (Abteilung Stadt) mit ihrem ganzen Know-how und ihrer kompletten High-tech-Ausrüstung, um dem sich ausbreitenden Flächenbrand zu Leibe zu rücken.

Weil gleich mehrere Leute den Brand zwischen Hechingen und Schlatt killertalaufwärts rechter Hand auf Höhe der Kreismülldeponie gesichtet und gemeldet hatten, alarmierte die Leitstelle gleich den kompletten Löschzug. Bereits auf den digitalen Meldeempfängern war für die Feuerwehrleute zu lesen, dass eine größere Fläche in Brand geraten sei.

Die Einsatzkräfte rückten demnach mit dem Löschgruppenfahrzeug (LF 20/16), dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 16/12) und dem Wechselladerfahrzeug (WLF) mit dem Abrollbehälter Wasser/Schaum (AB Wasser/Schaum) zur Einsatzstelle aus. Als sie dort ankamen, brannte eine 100 mal 100 Meter große Stoppelfeldfläche. Groß schien die Gefahr, dass sich der Brand Richtung Wald ausbreiten könnte. Mit mehreren C-Rohren, so heißt es im Einsatzbericht der Feuerwehr, wurde das Feuer dann bekämpft und gleichzeitig eine Riegelstellung zum Wald hin aufgebaut.

Und dann erhielt auch noch die Drohne der Hechinger Feuerwehr ihren zweiten Einsatz überhaupt. Ihr fliegendes Auge half der Einsatzleitung der Feuerwehr dabei, die Brandausbreitung aus der Vogelperspektive zu beurteilen und die Löscharbeiten mit Hilfe der gleichzeitig eingesetzten Wärme­bild­kamera zu koordinieren. Dadurch war es möglich, den Brand innerhalb kürzester Zeit vollständig unter Einsatz von wenig Wasser zu löschen.

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Feuerwehreinsätze an einem Tag: Morgens musste in der Haigerlocher Straße Straßenmalfarbe gebunden werden, nachmittags Flächenbrand, abends Vogelrettung (siehe Seite 9).

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