Windkraft Bürgerinitiative „Gegenwind Hohenzollern“ lädt zu Waldfest

Gegen Windkraft in Dorfnähe wird bei der Kundgebung in Sigmaringen demonstriert.
Gegen Windkraft in Dorfnähe wird bei der Kundgebung in Sigmaringen demonstriert. © Foto: Archiv
Rangendingen/Haigerloch / Sabine Hegele 06.09.2017

Mit Flyern, die den Rangendinger und Haigerlocher Haushalten dieser Tage in die Briefkästen „geflattert“ sind, lädt die Bürgerinitiative „Gegenwind Hohenzollern“ am Sonntag, 17. September, ab 11 Uhr ins Schützenhaus in Stetten (bei Haigerloch) zum Waldfest – und wirbt zugleich mit dem Hinweis, dass im Rahmen des Fests Informationen zum geplanten Windradgebiet Hohwacht gegeben werden.

Begehung der geplanten Plätze

So startet die Veranstaltung mit einer Begehung zu den geplanten Windradplätzen. Zeitgleich ist für die kleinen Besucher die Kinderaktion „Feuer machen ohne Streichhölzer“ vorbereitet. Mitzubringen empfohlen wird: Taschen und Eimer, geeignete Kleidung und feste Schuhe. Ab 14 Uhr gibt es für die Sechs- bis Neunjährigen Naturspiele, des Weiteren geht’s auf Spurensuche. Pa­rallel dazu sind Filmvorführungen zum Thema Windindustriemachinen geplant.  Von selbst versteht sich, dass während des Tages für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt sein wird.

Kundgebung in Sigmaringen

Eine weitere Veranstaltung „Gegen Windkraft in Dorfnähe“ findet tags zuvor (Samstag, 16. September) in Sigmaringen statt. Ab 14 Uhr lädt die Bürgerinitiative „Lebenswerte Heimat“ mit Unterstützung des Bündnisses „Rettet die Alb“ zu einer Kundgebung  auf den Rathausplatz ein.

Nach der Eröffnungsrede durch die einladende Initiative werden weitere Redner aus anderen Bürgerinitiativen ans Mikrofon treten und über die aktuelle Situation in ihren Gemeinden berichten. Danach machen sich die Teilnehmer der Kundgebung in einem Fußmarsch vom Rathausplatz auf den Weg nach Laiz, dem Wohnort von Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Hintergrund: Der Fußmarsch beträgt rund 2300 Meter, was dem von der Initiative „Lebenswerte Heimat“  geforderten Mindestabstand der aktuell 230 Meter hohen Schwachwindanlagen und damit der 10-H-Regelung (10 mal die Höhe des Windrades = der Mindestabstand zur Wohnbebauung) entspricht. Das Ende der Kundgebung ist auf 17.30 Uhr terminiert.

Die Sigmaringer Bürgerinitiative macht sich stark gegen unzureichende Sicherheitsabstände bei der Planung und Umsetzung von Windkraftanlagen durch die Landesregierung sowie für die sofortige Einführung der in Bayern geltenden 10-H-Regelung in Baden-Württemberg.

Des Weiteren fordert die Initiative „Lebenswerte Heimat“ unabhängige Untersuchungen zur Gesundheitsgefährdung durch die Windkraft – um Mensch und Natur vor den Windkraftprofiteuren zu schützen.

Zusammenschluss der Interessen

Die Bürgerinitiative „Lebenswerte Heimat“ gehört dem Bündnis „Rettet die Alb“ an. Durch solche Bündnisse soll die Zusammenarbeit der Bürgerinitiativen in Baden-Württemberg und Deutschland gestärkt werden. Getreu dem Motto: „Gemeinsam sind wir stark. Lasst uns ein Zeichen setzen!“