Zollernalbkreis Mehr offene Stellen

Junge Menschen in der Region haben gute Aussichten auf einen Arbeitsplatz. Die Zahl der Stellenangebote steigt.
Junge Menschen in der Region haben gute Aussichten auf einen Arbeitsplatz. Die Zahl der Stellenangebote steigt.
Zollernalbkreis / SWP 07.02.2014
Der Arbeitsmarkt in der Region ist stabil und robust. Das belegt die Jahresbilanz 2013 der Balinger Arbeitsagentur. Auch im laufenden Jahr sei mit einem leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit zu rechnen.

"2013 war ein gutes Jahr für den heimischen Arbeitsmarkt. Im Schnitt war die Arbeitslosigkeit aufgrund der schleppenden Konjunkturentwicklung in der ersten Jahreshälfte etwas höher als im Jahr zuvor, bewegt sich aber weiter auf niedrigem Niveau und lag zum Jahresende sogar unter den Werten von 2012", so das Fazit von Georg Link, Chef der Balinger Arbeitsagentur. Die Durchschnittswerte für 2013 gehören zu den niedrigsten der vergangenen 20 Jahre.

Die Arbeitslosenzahl stieg um etwa drei Prozent und damit die Quote auf 4,1 Prozent. Im Jahresdurchschnitt waren im Agenturbezirk 7030 Menschen arbeitslos, rund 200 mehr als 2012. Im August war die Zahl der Arbeitslosen mit 7450 am höchsten, den niedrigsten Stand gab es im November mit 6500 Personen. Die Frauenarbeitslosigkeit ist um 1,4 Prozent zurück gegangen. Rund jeder zehnte Arbeitslose ist unter 25 Jahre alt, mehr als ein Drittel älter als 50.

Weiterhin kritisch fällt die Jahresbilanz für Arbeitssuchende ohne Berufsausbildung aus. Nach wie vor ist fast jeder zweite Arbeitslose ohne qualifizierten Abschluss. Für diese Personengruppe verstärkt Qualifizierungsmaßnahmen zu finden, werde eines der Handlungsfelder in diesem Jahr sein, kündigt Georg Link an.

Die Bewegungsdaten, also die Zugänge in und die Abgängen aus Arbeitslosigkeit, untermauern, dass der Schwung auf dem Arbeitsmarkt wieder zugenommen hat. Im Agenturbezirk meldeten sich 23 220 Menschen erstmals oder wiederholt arbeitslos - 4,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Abmeldungen gab es 23 270 - 6,4 Prozent mehr als 2013.

Auch wenn die 6540 Stellenangebote aus Betrieben und Verwaltungen gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 11,4 Prozent bedeuten, ist die Nachfrage nach Arbeitskräften hoch. "Zwar stellen wir noch eine Zurückhaltung der Arbeitgeber fest, aber zum Ende des Jahres sind die Stellenzugänge sogar leicht gestiegen", bilanziert der Agenturchef. Leider sei, im Gegensatz zum bundes- und landesweiten Trend, im Agenturbezirk Balingen kaum ein Zuwachs an Beschäftigungsmöglichkeiten zu verzeichnen.

Die Prognosen für das laufende Jahr sind leicht optimistisch. Die Balinger Arbeitsagentur rechnet mit einem leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit. "Natürlich gibt es Unsicherheiten, die sich auch auf unseren regionalen Arbeitsmarkt auswirken könnten. Die Stimmung in der Wirtschaft ist aber zuversichtlich, vielfach sind die Auftragsbücher voll und auch der private Konsum steigt", so Georg Link. Der Bedarf an Fachkräften werde weiter steigen. Arbeitgeber und die Agentur für Arbeit Balingen müssten sich dieser Aufgabe stellen. Neben der möglichen Fachkräftelücke wird nach Links Einschätzung zunehmend die demografische Entwicklung Auswirkungen auf den Arbeits- und Ausbildungsmarkt haben.