Rangendingen Madonna fühlt sich ganz weich an

Marie (Mitte) ist stolze Patin der kleinen Madonna, einem Rangendinger Alpaka-Fohlen. Unter den Augen von Züchterin Andrea Rohrer (links) und vieler Gäste genoss sie den besonderen Moment der Taufe.
Marie (Mitte) ist stolze Patin der kleinen Madonna, einem Rangendinger Alpaka-Fohlen. Unter den Augen von Züchterin Andrea Rohrer (links) und vieler Gäste genoss sie den besonderen Moment der Taufe. © Foto: Diana Maute
Rangendingen / Diana Maute 27.07.2018
Bei den Aura-Alpakas in Rangendingen wurde Fohlentaufe gefeiert. Ein Erlebnis für die Kinder und ihre Patentiere.

Es ist ein ganz besonderer Moment für Marie, als sie der kleinen, schneeweißen Madonna vorsichtig ihr buntes Taufband um den Hals legt. Nun ist sie die offizielle Patin des kleinen Alpaka-Fohlens, das erst vor sechs Wochen das Licht der Welt erblickt hat. „Jetzt darfst Du sie umarmen“, ermuntert Alpaka-Züchterin Andrea Rohrer die junge Patin, die nicht lange zögert. Die Gelegenheit, mit einem Alpaka-Fohlen zu kuscheln, bietet sich schließlich nicht alle Tage. Die Tiere lassen sich nämlich nicht gerne anfassen – wie die HZ vorige Woche ausführlich berichtet hat.

Um die Freundschaft zwischen Patin und Fohlen zu besiegeln und den Moment unvergesslich zu machen, ist Streicheln bei der Taufe aber ausnahmsweise erlaubt. „Und, wie fühlt sich Madonna an?“, fragt Andrea Rohrer lächelnd nach. „Sie ist so weich“, schwärmt Marie mit strahlendem Gesicht und herzt ihr flauschiges Patenkind. Alpaka-Mama Mariah steht derweil gelassen daneben und scheint sich nicht im Geringsten zu wundern, dass sie und ihr Nachwuchs von kleinen und großen Zuschauern umringt sind. „Ihr seid jetzt ein Leben lang miteinander verbunden und Du musst Madonna so annehmen, wie sie ist und sie immer gut beschützen“, gibt Andrea Rohrer Marie noch mit, bevor schon das nächste Fohlen und damit die nächste Patin an der Reihe sind.

Neben Madonna erhalten auch die Alpaka-Mädchen Solveig, Phila, Kailee, Chris de Belle und Hope sowie der einzige Bub Pontus offiziell ihre Namen, die stets mit dem Anfangsbuchstaben des Muttertieres beginnen und sorgfältig nach Klang und Bedeutung ausgewählt wurden.

Die Kinder, die als Paten fungieren und seit Wochen eifrig an den bunte Taufbändern gebastelt haben, sind auf dem Hof der Rohrers in Rangendingen gerne gesehene Gäste. Sie kennen die Andenkamele bereits sehr gut und wissen, wie man mit ihnen umgeht. „Viele Familien kommen uns regelmäßig besuchen, begleiten uns auf die Weide oder im Stall“, weiß Andrea Rohrer um die Anziehungskraft ihrer Tiere. Den peruanischen Brauch, dass ein Kind die Patenschaft für das erstgeborene Fohlen des Jahres übernimmt, haben sie und ihr Mann Ulrich deshalb etwas abgewandelt. „Wir wollten jedem, der gerne Pate sein will, die Gelegenheit dazu geben.“ So hat jedes der Alpakas nun ein Menschenkind, mit dem es für immer verbunden sein wird.

Info Mehr unter www.aura-alpakas.de.

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Alpaka-Fohlen sind in Rangendingen getauft worden. Die Geschlechter sind bei diesem Nachwuchs ganz klar verteilt: Es sind sieben weibliche und nur ein männliches Tier.

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