Kann die Gelenk- oder Wirbelfehlstellung eines Pferdes mit einer Lichttherapie behoben werden? Ja! Keinen Zweifel daran lässt die Hechingerin Madeline Fausel, ausgebildete Pferdetherapeutin. Denn anders als Teile ihrer Kollegenschaft bringt sie „am Pferd“ energetische Heilpraktiken zum Einsatz – und verzichtet in der Osteopathie gänzlich auf Korrekturen beispielsweise über den Hebel, mit dem Fehlstellungen üblicherweise wieder in den physiologischen Urzustand gebracht werden. Die 31-Jährige arbeitet mit sanften Methoden – eben zum Beispiel mit Farben und Licht. „Licht wirkt formbildend und kraftfördernd“, sagt Madeline Fausel. Und: „Ohne Licht kein Leben.“

Doch zunächst zurück auf Anfang. Die junge Hechingerin hat in diesem Jahr ihre Ausbildung zur zertifizierten Pferdetherapeutin und energetischen Osteopathin für Pferde abgeschlossen. Voraus gingen zwei sehr lehrreiche Jahre bei „Equinus Sanitas“ in Bayern. Madeline Fausel hatte sich bewusst für diese Schule entschieden – weil diese energetische Heilverfahren lehrt. Parallel zu ihrer Ausbildung hat die gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte bereits im vergangenen Jahr ein Kleingewerbe angemeldet. Unter dem Namen „EquiVitalis“ (Equi = Pferd; Vitalis = gesund, vital) bietet sie ihre Dienste an. Ihr Wunsch: „Ich möchte mir damit ein gesundes zweites Standbein aufbauen.“ Eine große Hilfe bei all ihrem Streben war und ist ihr ihr Chef Wolfgang Dehn, in dessen Statikerbüro sie beschäftigt ist. „Er hat mich während meiner Ausbildung unterstützt – und tut es bis heute. Ohne ihn hätte ich meinen Traum nicht verwirklichen können.“

Hat dieser Traum auch einen Ursprung? Gewiss. Madeline Fausels Liebe zum Pferd entwickelte sich schon in früher Kindheit. Bis sie irgendwann mit Nino ihr eigenes besaß. Ein sogenanntes „Montagspferd“ sei ihr Nonius-Wallach gewesen. Tränende Augen, unzählige kleinere Verletzungen, ein scheinbar nicht in den Griff zu bekommender Husten – Nino war nie rundum gesund. Das musste ein Ende haben, „am liebsten mit naturheilkundlichen Verfahren und ohne Chemie“. Sie konsultierte verschiedene Therapeuten und schließlich reifte in der jungen Frau der Entschluss, sich selbst zur Pferdetherapeutin ausbilden zu lassen. Übrigens: Nino ist heute kerngesund. Auf der Bella Monte Ranch in Bechtoldsweiler erfreut er sich seines Lebens und der Fürsorge

 

seiner Besitzerin. Wie muss man sich die Arbeit von Madeline Fausel nun vorstellen? Was bietet sie mit ihrer mobilen Praxis (im Umkreis von etwa 50 Kilometern rund um Hechingen ist sie zwischenzeitlich unterwegs, nimmt im Bedarfsfall gerne auch weitere Wege in Kauf) an? Und wer kann sich an sie wenden? Letzteres ist schnell beantwortet: „Ich schaue mir jedes Pferd an, egal ob Turnier- oder Freizeitpferd.“ Ihre Angebote sind vielschichtig und reichen vom flexiblen Taping über die energetische Untersuchung, über Massage und Pilates, Kälte- und Wärmebehandlung mit Heilmooren, die Huf- und Sattelkontrolle, die klassische Homöopathie für Tiere und die Meridiantherapie, die Akupunktur, die Farblicht- und die Blutegeltherapie bis hin zur Heilströmbehandlung (Jin Shin Jyutsu) und die gesunde Pferdeernährung.

Ernährungsberatung? Darf man denn nicht annehmen, dass die Huftiere hierzulande gesund ernährt werden? Nein. Diese Erfahrung hat die 31-Jährige schon vielfach gemacht und weiß: „Die meisten Pferde sind übergewichtig“, was daran liege, dass es ihnen üblicherweise an Bewegung mangele.

Das heißt: „Pferde haben die gleichen Zivilisationskrankheiten wie der Mensch.“

Die traditionelle chinesische Medizin – praktiziert am Pferd


Madeline Fausel zu Akupunktur, Akupressur und der Meridiantherapie: Meridiane finden ihre Grundlage in der Akupunkturlehre nach der traditionellen chinesischen Medizin und sind dort als Leitbahnen der Lebensenergie „Qi“ beschrieben. Jeder Meridian und die dazugehörigen Akupunkturpunkte sind einem Organsystem zugeordnet. Die Therapie dient zur Verbesserung des Energieflusses innerhalb dieser Leitbahnen. Denn ist dieser Fluss gestört, folgen Schmerzen und Blockaden.

Pferde zeigen energetische Ungleichgewichte, Triggerpunkte mehr oder weniger permanent an – wir müssen nur lernen, darauf zu achten. Ein ungleiches Wärmeverhältnis am Pferdekörper zeigt eine energetische Dysbalance an: Wo Energie nicht gleichmäßig fließt, kann es nicht gleichmäßig warm sein. Auch Narben stellen hierbei ein Problem dar: Der Energiefluss wird unterbrochen. Sitzen solche Dysbalancen lange, sind körperliche und organische Probleme vorprogrammiert.

Die Blockaden werden aufgespürt, und durch das Nachziehen der blockierten Meridiane, durch das Nadeln gezielter Akupunkturpunkte oder durch die Akupressur dieser Punkte wird das Fließen der Energie wieder ermöglicht. Sobald die Energie frei fließen kann, fühlt sich das Pferd wieder wohl und kann sich wieder bewegen.

Kontakt aufnehmen


Die Pferdetherapeutin Madeline Fausel ist wie folgt zu erreichen: Tel. 0151/64948790; info@equivitalis.de; www.equivitalis.de.