21.00 Uhr: Nachtrag: Jürgen Kleinmann hat sich noch nicht entschieden, ob er seine Kandidatur aufrechterhält. Er sei über das Ergebnis im ersten Wahlgang enttäuscht, sagte er soeben gegenüber der HZ, und wolle erst noch einmal „drüber schlafen“.

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19.25 Uhr: Und das war’s für heute mit dem HZ-Liveticker zur Junginger Bürgermeisterwahl. Schönen Abend noch und danke für die Aufmerksamkeit! Bald gibt’s hier auf swp.de/hechingen noch eine Bildergalerie. Und mehr dann morgen früh in der Papierzeitung!

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19.24 Uhr: Der Wahlkampf wird jetzt ruhen, bis Weihnachten vorbei ist. Alle drei Bewerber haben versichert, jetzt erst einmal Luft holen und die Zeit zwischen den Jahren mit ihren Familien genießen zu wollen. Dann geht’s in die zweite Runde. Alle drei Kandidaten wollen – Stand heute – am 12. Januar noch einmal antreten. Und bis Mittwoch, 18. Dezember, 18 Uhr, besteht die theoretische Chance, dass weitere Bewerber ihren Hut in den Ring werfen. Warten wir’s ab!

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19.20 Uhr: Die Versammlung im und vor dem Gemeindesaal hat sich aufgelöst. Die Instrumente des Musikvereins sind stumm geblieben. Blumen wurden keine verteilt, Reden keine gehalten. Der Überraschungsgewinner des ersten Wahlgangs, der 44-jährige Diplom-Betriebswirt (BA) Oliver Simmendinger, einer breiten Öffentlichkeit bekannt als Leiter des Deutschen Peitschenmuseums in Killer, will den Wahlabend harmonisch daheim mit seiner Familie verbringen.

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18.46 Uhr: Oliver Simmendinger nimmt als Gewinner des ersten Wahlgangs die Glückwünsche der Anwesenden entgegen. Auch seine Mitbewerber Jürgen Kleinmann und Michael Stehle haben erklärt, dass sie bei der nächsten Wahl am 12. Januar wieder antreten werden.

Im Gespräch mit HZ-Redakteur Matthias Badura (rechts): Bürgermeister-Kandidat Oliver Simmendinger (links) geht mit 44, 8 Prozent der Stimmen als Sieger aus der Wahl hervor.
Im Gespräch mit HZ-Redakteur Matthias Badura (rechts): Bürgermeister-Kandidat Oliver Simmendinger (links) geht mit 44, 8 Prozent der Stimmen als Sieger aus der Wahl hervor.
© Foto: Hardy Kromer

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18.35 Uhr: Das vorläufige Ergebnis steht fest: Am 12. Januar gibt es einen zweiten Wahlgang. Keiner der Kandidaten hat die absolute Mehrheit. Oliver Simmendinger ist der Erstplatzierte und kommt auf 44,9 Prozent, Jürgen Kleinmann auf 37,3 Prozent und Michael Stehle auf 17,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung beträgt 67,1 Prozent. Harry Frick als Vorsitzender des Wahlausschusses erklärte die Veranstaltung für beendet. Da es keinen Sieger gibt, spielte der Musikverein auch kein Ständchen.

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18.31 Uhr: Die Bekanntgabe des Ergebnisses steht bevor: Es riecht nach einem zweiten Wahlgang.

Die Stimmenstapel der drei Bewerber.
Die Stimmenstapel der drei Bewerber.
© Foto: Hardy Kromer

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18.28 Uhr: Eine vorsichtige Prognose zeichnet sich ab: Es könnte einen zweiten Wahlgang geben. Es scheint knapp zu werden. Der Wahlausschuss und die Verwaltung zählen nochmals die Stimmen durch.

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18.20 Uhr: Die Mitglieder des Wahlausschusses und Verwaltungsangestellten verteilen die Stimmzettel auf die Stapel der Bürgermeister-Kandidaten. Erste Mitglieder des Musikvereins stehen vor dem Gemeindesaal und wienern ihre Instrumente blank.

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18.05 Uhr: Die zwölf Mitglieder des Wahlausschusses und Verwaltungsangestellte sind jetzt mit mit Auszählen der Stimmen beschäftigt.

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18 Uhr: Rien ne va plus: Das war’s mit der Stimmenabgabe. Das Wahllokal hat nun geschlossen.

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17.55 Uhr: Das Wahllokal in Jungingen schließt in fünf Minuten. Die Spannung unter den Wahlbeobachtern im Gemeindesaal steigt. Harry Frick als Vorsitzender des Wahlausschusses schätzt die Wahlbeteiligung auf 75 Prozent ein.

Die Junginger Bürgermeisterwahl läuft. Bis 13.35 Uhr hatten 338 Wähler ihre Stimme abgegeben. Das Wahllokal im Bürgersaal des Rathauses schließt um 18 Uhr, Briefwahl beantragen können "kurzfristig Erkrankte" bis 15 Uhr.
Die Junginger Bürgermeisterwahl läuft. Bis 13.35 Uhr hatten 338 Wähler ihre Stimme abgegeben. Das Wahllokal im Bürgersaal des Rathauses schließt um 18 Uhr, Briefwahl beantragen können „kurzfristig Erkrankte“ bis 15 Uhr.
© Foto: Matthias Badura

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16.00 Uhr: Auch das Regenwetter hält die Jungingerinnen und Junginger nicht vom Wahlgang ab. Klar scheint auf jeden Fall, dass die mäßige Wahlbeteiligung von 2012 – 48,4 Prozent – heute mühelos übertroffen wird.

Die meisten rechnen mit einem zweiten Wahlgang

Vor dem Wahllokal wird heiß diskutiert: Wird es einer der drei Bewerber schaffen, heute schon die absolute Mehrheit zu erzielen? Die meisten Leute, mit denen man spricht, glauben an einen zweiten Wahlgang am 12. Januar. Schließlich hat sich keiner der drei Bewerber während des fair verlaufenen Wahlkampfs durch einen Faux-pas selbst aus dem Rennen geworfen. Nur wenige können sich vorstellen, dass einer aus dem Trio auf Anhieb die 50-Prozent-Markt überspringt. Es bleibt spannend.

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13.35 Uhr: Zu diesem Zeitpunkt hatten 338 von 1105 wahlberechtigten Jungingern ihre Stimme abgegeben, morgens belief sich die Beteiligung auf von der Zählungskommission „gefühlte“ 35 bis 40 Prozent. Wie viele es am Schluss des Wahltages sein werden – darüber gingen die Schätzungen auseinander. Höchstgebot waren 80 Prozent. Das Wahllokal im Bürgersaal des Rathauses schließt um 18 Uhr.

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Der Musikverein steht parat

Für den Fall, dass der Nachfolger von Harry Frick am Abend schon gewählt ist, steht der Musikverein jedenfalls bereit, im Hof vor dem Gemeindesaal ein Ständchen zu spielen.

Die Töne der Freude könnten gegen 18.45 Uhr erklingen. Vorher sei mit einem vorläufigen End­ergebnis nicht zu rechnen, hat Bürgermeister Frick in seinem Wahlaufruf auf der Titelseite des Amtsblattes wissen lassen.

1105 Bürger sind wahlberechtigt

Vor knapp acht Jahren, als Frick zum dritten Mal das Vertrauen der Junginger erhielt, war die Auszählung etwas schneller gegangen. Aber damals war der Amtsinhaber auch der einzige Kandidat gewesen. Zur Erinnerung: Am 8. Januar 2012 war Frick mit 96,5 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden. Die Wahlbeteiligung hatte 48,4 Prozent betragen. Diesmal sind – nach brandaktuellen Angaben aus dem Junginger Hauptamt – 1105 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt. Das sind exakt fünf mehr als vor acht Jahren, was wohl der Tatsache geschuldet ist, dass seither das (Kommunal-)Wahlrecht ab 16 eingeführt wurde.

Das sind die Bürgermeister-Kandidaten (von links): Jürgen Kleinmann, Michael Stehle und Oliver Simmendinger.
Das sind die Bürgermeister-Kandidaten (von links): Jürgen Kleinmann, Michael Stehle und Oliver Simmendinger.
© Foto: Matthias Badura

Gewählt werden kann noch bis 18 Uhr. Auf dem Stimmzettel stehen – in dieser Reihenfolge – der 41-jährige Diplom-Verwaltungswirt (FH) Michael Stehle aus dem Haigerlocher Stadtteil Weildorf, der 47-jährige Diplom-Verwaltungswirt (FH Polizei) Jürgen Kleinmann aus Jungingen und der 44-jährige Diplom-Betriebswirt (BA) Oliver Simmendinger, ebenfalls aus Jungingen.

Amtsantritt des Neuen ist am 1. März 2020

Der neu gewählte Bürgermeister wird am 1. März 2020 sein Amt antreten. Sollte am Sonntagabend kein Bewerber die absolute Mehrheit der Stimmen erreichen, findet am 12. Januar ein zweiter Wahlgang statt. Für einen solchen würden die Karten völlig neu gemischt. Bis nächsten Mittwoch, 18. Dezember, 18 Uhr, könnten die drei Bewerber entscheiden, ob sie ihre Kandidatur aufrecht erhalten oder nicht. Und es könnten weitere Aspiranten ihren Hut in den Ring werfen.

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