Hechingen / Matthias Badura  Uhr
Da klopfte das Herz, da pochte der Puls, da rann der Schweiß  – aber alle Läufer und Nordic Walker, die sich am 9. Hechinger Stadtlauf beteiligten, sind trotz der Hitze gut durchgekommen.

Das war hart an der Grenze – bei den gestrigen Temperaturen den HZ-Panoramalauf absolvieren zu müssen! Da sind dann wohl doch einige, die es sich vorgenommen hatten, lieber daheim geblieben. Aber 112 Läufer haben sich nicht beirren lassen, sie sind mutig zum Hauptlauf im Weiherstadion angetreten und 40 Nordic Walker wollten ebenfalls wissen, was auf zehn Kilometern Sache ist.

Michael Dietmann, Chef des TV Hechingen, gab abschließend zu, dass man als Veranstalter mit der Teilnehmerzahl nicht zufrieden sein könne, andererseits müsse man aber froh sein, dass alle Läufer und Walker unbeschadet durchgekommen seien. DRK-Einsätze gab es auf der Strecke keine, nur nach der Ankunft im Stadion habe der eine oder andere mit leichten Kreislaufproblemen zu kämpfen gehabt.

Um 9.30 Uhr waren die Läufer aller Klassen gestartet und fünf Minuten später hatten sich die Walker auf den zehn Kilometer langen Weg gemacht.

Ob der allererste Läufer, der durchs Ziel ging, die Strecke in weniger als 40 Minuten zurück gelegt hat? Das war nicht festzustellen, der Mann trug keine Startmarke, gab sich nicht zu erkennen und reagierte nicht auf Zurufe. Vielleicht einer, der sich verirrt hatte? Vielleicht einer der „schwarz“ gestartet war? Man weiß es nicht.

Regulär und als erster ging Mats Herl vom Team Theben AG durchs Ziel. Seine Zeit: 40 Minuten, 37 Sekunden; zweiter war Philippe Decouter vom Sportsteam Osterhues: 41:10 Minuten. Dritter der Wertung wurde Julian Maier, 42:40 Minuten, von der TG Gönningen. Der schnellste Läufer aus dem heimischen Umkreis war der Bisinger Robert Heim: 43:06 Minuten. Er ging als 6. über die Ziellinie. Alexander Schuler von „Hohenzollern – da läuft was“ schaffte den Lauf in 57:34 Minuten und nahm damit Rang 43 ein.

Den Ruhm der schnellsten Läuferin erntete Nicole Dirr. Das Mitglied des Bürgermeisterteams schaffte die zehn Kilometer in 51:38 Minuten, es folgte die Rottenburgerin Kathrin Gulde, 54:28, drittschnellste war die Kinderärztin Rita Ziebach von den Zollerburgläufern: 54:34. Als Schnellste aus der „Hohenzollern – da läuft was“-Gruppe schnitt Rabea Riester ab: 1:07:11.

Bei den Walkern lag Martin Rager vorn: 1:17:37, gefolgt von Andreas Wolf mit 1:25:40, beide gehören zum Team „Hohenzollern – da läuft was“. Es folgte Andreas Wolf vom TSV Stein: 1:25:40. Hans Capitanio, wiederum einer aus den Reihen von  „Hohenzollern – da läuft was“ – erreichte das Ziel nach einer Stunde, 53 Minuten und 38 Sekunden. Dass er unter den letzten war, ist unerheblich, wenn man bedenkt, dass Capitanio 87 Jahre alt ist. Was für eine Leistung.

Was gab es sonst Außergewöhnliches? Das Bürgermeister-Lauf-Duell zwischen Hechingens Philipp Hahn und Bodelshausens Uwe Ganzenmüller ist klar zugunsten der Nachbargemeinde ausgegangen. Hahn bekannte anschließend, die Hitze habe ihm enorm zu schaffen gemacht, es habe alles gebraucht, um nicht aufzugeben.

Auch nicht aufgegeben haben die Kinder. Der TV Hechingen hatte mit Rücksicht auf die Hitze angeboten, den Bambini-Lauf über 400 Meter und den AOK-Kids-Lauf über 800 Meter abzusagen. Doch das wollten die jungen Hüpfer nicht. So starteten die zwei kleinen Grüppchen – und wurden von den zurückgekehrten Läufern und Walkern, die jetzt auf die Siegerehrung warteten, von den Rängen herab angefeuert wie gar niemand an dem Tag angefeuert worden war.

Ergebnisse und Teilnehmerzahlen

Listen Neben den Hauptläufen für Läufer und Nordic Walker fanden weitere über kürzere Distanzen statt. Alle Ergebnisse und auch die Ergebnisse des WLV-Team-Laufs gibt es im Internet unter www.abavent.de/anmeldeservice/hechingerpanoramalauf2019/ergebnisse.