Wegen schweren sexuellen Missbrauchs hat das Landgericht Hechingen einen 50-Jährigen aus dem Zollernalbkreis zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Er soll seine zur Tatzeit minderjährige Stieftochter sexuell missbraucht haben.

Das Amtsgericht hatte den Mann in erster Instanz zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, weil es einen minderschweren Fall angenommen hatte. Außerdem musste der Mann Schmerzensgeld an seine Stieftochter bezahlen. Damals hatte der Angeklagte die Vorwürfe eingeräumt. Die Staatsanwaltschaft hatte das Urteil als zu milde angesehen und war in Berufung gegangen.

Tatserie hat die ganze Familie zerstört

Zu diesem Schluss kam nun auch der Richter des Landgerichts. Er sprach von einer Tatreihe, die die gesamte Familie zerstört habe. 2009 hatte der Mann seine damals zehnjährige Stieftochter in der Badewanne das erste Mal missbraucht. Immer wieder hatte er sie in den Folgejahren unsittlich berührt, beim Duschen beobachtet und sich vor ihr selbst befriedigt. Die heute 20-Jährige leidet noch immer unter den Folgen der Taten. Ausgesagt hatte sie unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

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