Obwohl es CDU-intern einige Kritik an ihr gab, bleibt Nicole Hoffmeister-Kraut (48) Wirtschaftsministerin. Das berichtete am Montag die dpa. Eine offizielle Bestätigung soll es am Mittwoch geben.
Auf Anfrage sagt die Balingerin: „Es ist mir eine große Ehre, dass ich wieder als Ministerin für die neue Landesregierung benannt werde. Der Koalitionsvertrag enthält in den Themenfeldern Wirtschaft, Arbeit und Innovation ambitionierte Ziele und Projekte, die ich mit großem Engagement in die Tat umsetzen will.“

Mittelstandsagenda im Fokus

Außerdem sagt sie: „Wir dürfen keine Zeit verlieren, denn die Wirtschaft steht vor riesigen Herausforderungen. Wir brauchen eine klare Mittelstandagenda. Es geht darum, jetzt die Weichen richtig zu stellen, damit unsere Unternehmen im Land nicht nur gestärkt aus der Pandemie hervorgehen, sondern zugleich auch die digitale und ökologische Transformation unserer Wirtschaft gelingt. Mit dem klaren Anspruch, zum Weltmarktführer in den entscheidenden Zukunftstechnologien wie Green Tech oder Künstliche Intelligenz zu werden. Dabei ist es mir ein großes Anliegen, auch die Beschäftigten auf diese tiefgreifenden Veränderungen umfassend vorzubereiten.“

Tourismus ist neues Thema

Mit der Zuständigkeit für den Tourismus komme eine fürs Land wichtige Branche neu in ihr Haus, die wie der Handel in den Innenstädten aktuell in existenziellen Sorgen stecke und seitens des Landes künftig „unserer vollen Unterstützung“ bedarf.
Dass das Thema Bauen und Wohnen gemeinsam mit der Landesentwicklung künftig in einem eigenen Ministerium ressortiert, unterstütze sie nachdrücklich. „Gerade auch vor dem Hintergrund, dass die beschlossene Novellierung des Landesentwicklungsplans wahrlich eine Mammutaufgabe in den nächsten Jahren darstellen wird.“
Gemeinsam mit der Wohnraum-Allianz habe es ihr Ministerium geschafft, „die Wohnraumförderung so attraktiv wie nie zuvor zu gestalten“ und neue innovative Projekte im Wohnungsbau anzustoßen.

Neue Wohnen-Zuständige kann auf ihrem Fortschritt aufbauen

Sie sei zuversichtlich, dass ihre neue Ministerkollegin, Fraktionsvize Nicole Razavi, erfolgreich darauf aufbauen kann. Abschließend sagt sie: „Als Wahlkreisabgeordnete werde ich mich auch weiterhin engagiert für die Belange meiner Heimat einsetzen. Dazu zählen Zukunftsthemen wie der Infrastrukturausbau oder die Stärkung des Ländlichen Raums.“