Das Regierungspräsidium Tübingen lässt ab Montag, 26. April, die Fahrbahn im noch nicht ausgebauten mittleren Streckenabschnitt zwischen Grosselfingen und Rangendingen grundhaft sanieren.
Die Sanierung ist wegen des schlechten Allgemeinzustands der Straße erforderlich. Der Baubereich beginnt, von Grosselfingen kommend, zirka 300 Meter vor der einmündenden K 7164 und endet auf Höhe der Gemarkungsgrenze Grosselfingen/Rangendingen zirka 1,7 Kilometer nach der K 7164. Günstige Witterungsverhältnisse vorausgesetzt, dauern die Arbeiten voraussichtlich bis September 2021.

Auch als Schlaglochpiste bekannt

Die Schlaglochpiste wird auf dem rund zwei Kilometer langen Bauabschnitt auf durchschnittlich sechs Meter verbreitert. Zur Minimierung der Eingriffe in den Naturraum wird der bisherige Straßenverlauf weitestgehend beibehalten.
Um die Fahrsicherheit zu verbessern, erfolgt eine teilweise Anpassung der vorhandenen engen Kurvenradien. Durch die Sanierung sollen die Verkehrssicherheit auf dieser Landesstraße verbessert und die vorhandenen Defizite in der Straßenoberfläche beseitigt werden.

Ausgleich für die Natur

Die Verbreiterung der Landesstraße findet überwiegend bergseitig statt. In mehreren Teilabschnitten ist ein Vollausbau geplant. Im Zuge der Arbeiten wird auch die Straßenentwässerung instandgesetzt.
Als Ausgleich für den Eingriff in den Naturraum sind zwei Entsiegelungen von Flächen an einem Parkplatz an der L 433 zwischen Meßstetten und Ebingen sowie ein Rückbau einer Asphaltfläche an der L 442 zwischen Albstadt-Neuweiler und Hausen im Killertal vorgesehen.
Zudem wird im Bereich der Baumaßnahme eine Ersatzaufforstungsfläche bereitgestellt. Die Arbeiten erfolgen in mehreren Abschnitten.

Vorarbeiten ab kommenden Montag

Die Buslinien zwischen Grosselfingen und Weilheim werden wegen der Vollsperrung der L 391 und des Einmündungsbereiches der L 391/K 7164 über die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Weilheim und Grosselfingen umgeleitet. Um die Befahrbarkeit der Gemeindeverbindungsstraße mit Bussen zu ermöglichen finden von Montag, 19. April, bis Sonntag, 25. April, Ausbesserungsarbeiten statt. In dieser Zeit ist die Gemeindeverbindungsstraße gesperrt.

Verkehrsführung in der ersten Bauphase

Ab Montag, 26. April, bis voraussichtlich Anfang Juni 2021 ist die L 391 ab der K 7164 bis Grosselfingen gesperrt. Der Verkehr wird in beiden Fahrtrichtungen ab der K 7164 über Weilheim nach Hechingen (K 7107) auf die B 27 beim Brielhof bis zur Anschlussstelle Bisingen (B 27) umgeleitet.
Für die Busverbindung von Hechingen nach Bisingen ist die oben genannte separate Umleitungsstrecke eingerichtet. Ab Anfang Juni 2021 beginnt die zweite Bauphase. Mit dem Abschluss der Arbeiten in diesem Bauabschnitt ist im September 2021 zu rechnen.

Zweite Bauphase ab Anfang Juni

In diesem Zeitraum ist die Einmündung der K 7164 bis nach Rangendingen gesperrt. Für den Verkehr von Rangendingen nach Grosselfingen wird über die L 410 bis Hechingen Nord (B 27) zur Anschlussstelle Bisingen (B 27) und weiter nach Grosselfingen eine Umleitung ausgeschildert.
Die Gegenrichtung aus Grosselfingen wird über die Anschlussstelle Bisingen (B 27) bis Hechingen Süd (B 27) und Hechingen (K 7107) zur L 410 geleitet. Der Bus- und landwirtschaftliche Verkehr wird mit einer provisorischen Umfahrung im Kreuzungsbereich L 391/K 7164 an der Baustelle vorbeigeführt.
Finale Markierung kommt Anfang 2022
Der Landesstraßenabschnitt erhält zunächst eine Freigabemarkierung. Die endgültige Markierung wird wegen der besseren Haltbarkeit erst im Frühjahr 2022 aufgebracht. Für diese Arbeiten ist eine weitere kurzzeitige Sperrung notwendig.

Land und Kreis zahlen die Zeche

Die Baukosten belaufen sich auf rund 2,4 Millionen Euro und werden im Wesentlichen vom Land in Höhe von 2,3 Millionen Euro getragen. Der Zollernalbkreis beteiligt sich mit 50 000 Euro an dem Vorhaben.