Rangendingen Kriminalität 2017 leicht angestiegen

Die Polizei ruft die Bürger auf, ihre Fahrräder besser zu sichern. Derzeit nehmen die Diebstähle stark zu. In Rangendingen ist dies aber nicht der Fall: 2017 hat es nur zwei Vorkommnisse dieser Art gegeben.
Die Polizei ruft die Bürger auf, ihre Fahrräder besser zu sichern. Derzeit nehmen die Diebstähle stark zu. In Rangendingen ist dies aber nicht der Fall: 2017 hat es nur zwei Vorkommnisse dieser Art gegeben. © Foto: Oliver Schulz
Rangendingen / Melanie Steitz 10.11.2018
Die Polizei hat 96 Delikte in Rangendingen für 2017 verzeichnet. 29 Fälle waren Diebstähle.

Wer in Rangendingen wohnt, kann sich sicher fühlen. Das ist das Fazit, das Dieter Popp, Polizeipressesprecher des Polizeipräsidiums Tuttlingen, für den gesamten Jahreszeitraum 2017 zieht. „Rangendingen spielt in der Kriminalitätsstatistik keine große Rolle“, betont er. Und wenn etwas vorgefallen war, dann handelte es sich in der Gemeinde mit seinen 5270 Einwohnern nur um geringfügige Delikte, unterstreicht Popp.

Insgesamt gab es 96 Vorkommnisse. 58 von ihnen wurden gelöst, was einer Aufklärungsquote von 60,4 Prozent entspricht. Herausragend sind demnach davon die insgesamt 29 erfolgten Diebstähle in Rangendingen. Die Zahl ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2016 damit konstant geblieben. Auch 2015 waren es ähnlich viele, nämlich 27.

Von diesen 29 Delikten erfolgten die meisten ohne erschwerte Umstände. Das heißt Popp zufolge, dass in 20 Fällen geklaut wurde, was „nicht niet- und nagelfest“ ist, ohne größere Gewalt dafür anzuwenden.

Taschen- und Trickdiebe, wie sie in größeren Städten häufig unterwegs sind, gab es 2017 in Rangendingen überhaupt keine. Einzig ein einfacher Diebstahl sowie die unbefugte Instandnahme eines Kraftwagens wurden in der Statistik verzeichnet. Darin fand sich auch zwei geklaute Fahrräder wieder.

Diese Menge an diesen Diebstählen ist laut Popp aber immer noch „verschwindend gering“, wenn die Vorkommnisse in anderen Gegenden damit verglichen werden. Nur einen Wohnungseinbruchsdiebstahl hat es 2017 in Rangendingen gegeben. Dieser sei allerdings noch nicht aufgeklärt.

13 Betrugsfälle, die vornehmlich mit dem Internet zu tun haben, wurden 2017 ebenfalls registriert. Lediglich eine Nötigung sowie eine gefährliche Körperverletzung ist der Polizei für diesen Zeitraum in Rangendingen bekannt. Weder einen Mord noch einen Totschlag habe es 2017 in der Gemeinde gegeben, erläutert Popp.

Die sogenannten Rohheitsdelikte wie Körperverletzung, Bedrohung und Handtaschen-Raub kamen 2017 insgesamt zehn Mal vor, 2016 waren es noch neun Mal. In acht Fällen handelte es sich um acht vorsätzliche leichte Körperverletzungen.

Insgesamt aber gilt, was die Kriminalitätsbelastung in der Gemeinde im Zollernalbkreis anbelangt: „Da ist Rangendingen ganz weit unten anzusiedeln“, so Popp. Während der Polizei von der Gemeinde 96 Vorfälle bekannt sind, waren es im gesamten Zollernalbkreis 6494. Gab es in Rangendingen 63 Tatverdächtige, so waren es für das gesamte Gebiet 3271 Personen.

Blickt man auf die Einzelentwicklung der Gemeinde, so lässt sich über die dort vorherrschende Kriminalität festhalten: Im Jahr zuvor, 2016, waren es noch 13 Fälle weniger (siehe Tabelle). Im Fünf-Jahres-Zeitraum betrachtet bleibt 2014 aber immer noch Spitzenreiter. Damals wurden 170 Vorkommnisse in der Statistik vermerkt.

63

Tatverdächtige wurden in der Statistik 2017 für Rangendingen verzeichnet. Die Aufklärungsquote betrug 60,4 Prozent. Im Zollernalbkreis lag der Anteil bei 62,6 Prozent.

Rangendingen: Gesamte Delikte 2017

2017: 96 Vorfälle

2016: 83

2015: 96

2014: 170

2013: 119

Zollernalbkreis: Gesamte Delikte 2017

2017: 6494 Vorfälle

2016: 6763

2015: 7676

2014: 6911

2013: 7611

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