Ortschaftsrat Kreuz und Tafeln glänzen neu

Das Kreuz auf dem Weilheimer Bleichberg wurde saniert und ist jetzt wieder schön. Foto: Bernd Ullrich
Das Kreuz auf dem Weilheimer Bleichberg wurde saniert und ist jetzt wieder schön. Foto: Bernd Ullrich © Foto: Foto: Bernd Ullrich
Bernd Ullrich 11.11.2016

Forstoberinspektor Rainer Wiesenberger erläuterte dem Weilheimer Ortschaftsrat auf sachliche und dennoch humorvolle Weise die Waldwirtschaftspläne der Jahre 2016 und 2017. Das Frühjahr sei relativ nass, der Sommer jedoch trocken gewesen, rief der Forstmann in Erinnerung. Dafür herrsche jetzt vom Wetter her „Normalbetrieb.“

Der Holzeinschlag habe in diesem Jahr lediglich 267 Festmeter betragen. „Verdammt wenig“, konstatierte Wiesenberger. Dafür seien es 2015 genau 1013 Festmeter gewesen. Zählt man beide Werte zusammen und nimmt das Mittel, kommt man auf 640 Festmeter und liegt damit im Durchschnitt. An Sturmholz seien heuer lediglich 15 Festmeter, Käferholz gar nur fünf Festmeter angefallen. Selbstverständlich wurden auch Pflanzen gesetzt und das Ausschneiden besorgt. Mitunter sei dies nicht ganz einfach, so Wiesenberger, wenn das Gras hoch ist und man die heranwachsenden Setzlinge nur schlecht erkennt. Der Borkenkäfer habe in diesem Jahr keine nennenswerte Rolle gespielt: „Dazu war das Frühjahr zu kühl und zu nass.“

Angesprochen wurde auch der zu leistende Verbissschutz, der besonders für die junge Weißtanne notwendig sei. Wenn 2016 auch ein in forstwirtschaftlicher Hinsicht normales Jahr gewesen sei, bereite der Pilzbefall der Eschen doch Sorgen. Die Eschentriebe sterben ab, ein „schleichender Tod“ ereile die Bäume. Eine Gegenmaßnahme sei nicht in Sicht.

Für 2017 sei ein Einschlag von etwa 750 Festmetern vorgesehen, kündigte Wiesenberger an. Davon entfielen 450 Festmeter auf Vollernterflächen, 250 Festmeter würden manuell eingebracht, und 50 Festmeter bestünden aus Flächenlosen. „Wir werden sehen, was an Sturm- oder Käferholz anfällt“, meinte Wiesenberger. Ein wichtiger Faktor beim Verkauf des Holzes sei die jeweilige Möbelmode. „Im Moment geht der Trend zu dunklen Hölzern“, war zu erfahren.

Diesseits des Waldes wies Ortsvorsteherin Ingrid Riester darauf hin, dass sowohl das Kreuz auf dem Bleichberg als auch die von Kathi Wahlwiener gestalteten Willkommenstafeln am Ortseingang saniert worden seien. Stetige Witterungseinflüsse hatten diese Arbeiten nötig gemacht.

Da doch eine Reihe Weilheimer, vor allem Schüler, mit dem Fahrrad zur Bushaltestelle kämen, werde demnächst hinter der Schule ein Fahrradständer montiert.

Die Ortsvorsteherin wies abschließend darauf hin, dass die Veranstaltung zum Volkstrauertag am bevorstehenden Sonntag um 10.30 Uhr bei schlechtem Wetter in der Kirche stattfinden
werde.

750

Festmeter Holz sollen im kommenden Jahr im Weilheimer Gemeindewald eingeschlagen werden, kündigte Forstrevierleiter Rainer Wiesenberger in der Ortschaftsratssitzung an.

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