Hechingen Kreisbau: Keine Annäherung an Bachmann

Setzt unabhängig von Personalfragen auf den Dialog mit der Stadt Hechingen: Kreisbau-Chef Jens Kirschner.
Setzt unabhängig von Personalfragen auf den Dialog mit der Stadt Hechingen: Kreisbau-Chef Jens Kirschner.
HARDY KROMER 20.11.2013
Es bleibt dabei - und zwar für die nächsten fünf Jahre: Für Hechingens Bürgermeisterin Dorothea Bachmann ist im Kreisbau-Aufsichtsrat kein Platz.

Zwei neue Prokuristen hat die Kreisbaugenossenschaft Hechingen ernannt (die HZ berichtete) und sich damit auf der Führungsebene neu aufgestellt. An eine Vergrößerung des Aufsichtsrates zugunsten der Hechinger Bürgermeisterin Dorothea Bachmann ist dagegen auch zwei Monate, nachdem diese Personalie in der Öffentlichkeit hitzig diskutiert wurde, nicht gedacht. Auf die gestrige Nachfrage der HZ, was es denn bei diesem Streitthema Neues gebe, antwortete Kreisbau-Geschäftsführer Jens Kirschner: "Nichts". Es gebe keinen Grund, der Stellungnahme der Kreisbau vom 20. September etwas hinzuzufügen. Damals hatte Kirschner eine Einmischung des Hechinger Gemeinderats in die Geschäfts- und Personalpolitik der Kreisbau "aufs Schärfste zurückgewiesen". Gemeinderäte hatten harsch kritisiert, dass Dorothea Bachmann mit ihrer Kandidatur für den Kreisbau-Aufsichtsrat gescheitert war, und verlangt, dass sich die Kreisbau schnell mit der Hechinger Bürgermeisterin an einen Tisch setze.

Das ist ganz offenkundig nicht geschehen. Jens Kirschner sagt auch, warum: "Die Mitgliederversammlung hat entschieden. Die Gremien sind für die nächsten fünf Jahre festgezurrt. Da gibt es nichts zu diskutieren." Ebenso wenig über den Aufsichtsratsvorsitzenden Joachim Krüger. Auch wenn dieser bald nicht mehr Bisinger Bürgermeister ist, so ändere dies nichts an seinem Amt bei der Kreisbau. "Wir sind", beharrt Kirschner, "ein privatwirtschaftliches Unternehmen, unabhängig von kommunalen Ämtern."

Personalien hin oder her: Die Kreisbau, so Kirschner, arbeite mit den Kommunen sehr gut zusammen, auch mit der Stadt Hechingen. Mit dieser strebt der Kreisbau-Chef derzeit ein gutes Einvernehmen über die Zukunft der Krankenhaus-Nebengebäude an.