KOMMENTAR: Es gibt eine Schmerzgrenze

ERNST KLETT 23.05.2014

Wir haben das Ding beschlossen, also wird es auch durchgezogen. Denken so die Hechinger Stadträte über die Tiefgarage? Das wäre fatal. Denn wenn allein der Schritt von der Kostenschätzung zur genaueren Kostenberechnung so einen großen Hopser bedeutet, dann nennt man das einen Warnschuss: Aufpassen, was noch kommt! Man muss kein Miesepeter sein, wenn man weitere Unwägbarkeiten wie Untergrund, Leitungswirrwarr und direkt angrenzende Gebäude nennt.

Der wahrscheinlich größten Gefahr schaut man unmittelbar entgegen: Die brummende Konjunktur lasst die Baufirmen ihre Preise munter nach oben setzen. Zwei Beispiele aus der direkten Nachbarschaft: Bei den Bisinger Schulen liegt man derzeit bei einschlägig bedingten Mehrkosten von 30 Prozent, die Salmendinger lassen die Finger von der Sanierung ihres Nepomuk-Brunnen-Platzes, weil die 40 Prozent teurer gekommen wäre.

Wenn die Parkplätze auf dem Obertorplatz wegfallen, braucht es einen Ersatz. Also her mit der Tiefgarage. Aber es muss eine Schmerzgrenze geben. Weil Hechingen das Geld ebenso dringend für vieles andere braucht.