Rangendingen / Melanie Steitz  Uhr
Wer schneller als 50 Stundenkilometer am Rangendinger Ortsende in Richtung Haigerloch fährt, wird demnächst geblitzt.

Seit Freitag herrscht Knöllchengefahr am Rangendinger Ortsende in Richtung Haigerloch: Auf der rechten Seite, vor dem Holzschuppen, steht die neue imposante, schwarz-graue Geschwindigkeitsmessanlage.

Dank Kamera und Lasertechnik blitzt das Gerät bald abwechselnd in beide Richtungen auf der Haigerlocher Straße. Der in den Ort hinein- beziehungsweise hinausfahrende Verkehrsteilnehmer weiß dann nicht, auf welche Straßenseite sich die Anlage gerade konzentriert. Der Blitzer leuchtet bei allen Verkehrsnehmern auf, die auf diesem Abschnitt, in einer zwischen 70 und 80 Meter Entfernung, mit mehr als 50 Stundenkilometern auf der Straße unterwegs sind.

Ende Januar diesen Jahres hatte der Gemeinderat Rangendingen beschlossen, die Firma Jenoptik Robot mit der Errichtung und Inbetriebnahme einer beidseitig blitzenden Geschwindigkeitsmessanlage zu beauftragen. Der Brutto-Angebotspreis lag damals bei 90 018 Euro (wir berichteten).

Die Daten werden beim Jenoptik-Gerät via Glasfaserkabel sehr schnell nach Hechingen übertragen. Die Aufbereitung dieser Informationen erfolgt über den Dienstleister „Radar Rent“. Als Untere Verkehrsbehörde ist die Stadt Hechingen für Rangendingen zuständig und wertet die Daten, die die Kamera an sie überträgt, aus.

Festmontiertes Gerät

Es ist der erste stationäre Blitzer, der in Rangendingen errichtet wurde. Die Einnahmen der Bußgelder fließen nach Hechingen. Ob Rangendingen an diesen begünstigt wird, konnte bis zum HZ-Redaktionsschluss nicht geklärt werden. Bisher sind drei Euro für die Gemeinde vorgesehen, um die Investitionskosten, die diese durch die neue Anschaffung hatte, zu amortisieren. Die Stadt Hechingen nimmt als zuständige Straßenverkehrsbehörde aber den Löwenteil ein.

Für die Verwaltung der Zollernstadt kam der Aufbau des Blitzers nun überraschend, informiert Thomas Jauch, Pressesprecher der Stadt Hechingen „Im Moment blitzt er noch nicht. Da mangelt es noch an der Technik“, sagt er. Nicht nur die Kamera sei nicht angeschlossen, auch der Strom funktioniere nicht. „Bis dahin werden wir sicherlich eine einvernehmliche Lösung finden“, so Jauch bezüglich der Bußgeldeinnahmen. Dass das Gerät nun aufgestellt ist, erfreut die Stadt Hechingen, und auch, dass positive Effekte entstanden sind, weil die Autofahrer nun schon langsamer fahren, weil sie denken, der Blitzer sei bereits in Betrieb.

Wann die Fahrbahnmarkierungen auf dem neuen Straßenbelag infolge der Sanierung aufgebracht werden, kann die Rangendinger Gemeindeverwaltung derzeit nicht sagen. Und auch, bis der Blitzer funktioniert, dauert es noch ein Weilchen, sagt Jauch.

90

-tausend Euro hat die Gemeinde Rangendingen für die neue Geschwindigkeitsmessanlage ausgegeben. Der Gemeinderat beauftragte die Firma Jenoptik Robot Ende Januar 2019