Hechingen / Ernst Klett

Verkauft ist das Stück Boden zwischen Killberghöhe und Bildungshaus schon lange. Das Baugesuch wurde in nicht öffentlicher Runde vorgestellt. Und nun ist auch der Bebauungsplan „Klostersteige“ akzeptiert worden. Es kann gebaut werden in bevorzugter und etwas teurer Lage! Der Satzungsbeschluss fiel so aus, wie es zu erwarten war: Es gab sechs Neinstimmen von Bunter Liste, Ingrid Gruler und Jürgen Fischer (SPD) sowie Lorenz Welte (CDU) und eine Enthaltung.

Hannes Reis (Bunte Liste) erneuerte die Kritik an dem Grundstücksgeschäft: Ohne Not werde ein innerstädtisches Biotop geopfert für einen privaten Bauherren. Die Abwägung zwischen Naturwohl und Privatinteresse gerate in eine deutliche Schieflage, zumal auf der Hochfläche ein großes Baugebiet entstehe. Lutz Beck (CDU) war enttäuscht: Als es um eine zehnmal so große Naturfläche in der Martinstraße für die Lebenshilfe ging, habe er nichts gehört von der Bunten Liste.

Dafür bekam er von seiner Nebensitzerin etwas auf die Ohren: Regina Heneka pochte darauf, dass die Grünfläche an der Klostersteige als Naturfreiraum geplant gewesen ist. Sie fürchtete einen Präzedenzfall. Davor verwahrte sich der Bürgermeister. Es habe schon wiederholt solche Fälle gegeben. Werner Beck (FWV) stimmte zu, nachdem die Stadt sich ein Rückkaufsrecht für eine Randfläche zur möglichen Killberg-Erschließung hat eintragen lassen.