Rangendingen Kleinkindbetreuung in früherer Massagepraxis

Die Planung für das Kindergartenjahr 2018/2019 hat gezeigt, dass dringend weitere Plätze für Kinder im Alter von ein bis zwei Jahren benötigt werden.
Die Planung für das Kindergartenjahr 2018/2019 hat gezeigt, dass dringend weitere Plätze für Kinder im Alter von ein bis zwei Jahren benötigt werden. © Foto: Archiv
Rangendingen / ks 18.07.2018

In Rangendingen soll es künftig weitere Kleinkindbetreuungsplätze für ein- bis zweijährige Kinder geben. Untergebracht werden sollen die Jüngsten der Gemeinden in den leerstehenden Behandlungsräumen der Massage- und Krankengymnastikpraxis von Theresia Strobel „Am Kreidenrain“.

Widmaier: Bestens geeignet

„Die Räume sind bestens geeignet“ stellte Bürgermeister Johann Widmaier in der Gemeinderatssitzung fest. Die Kindertagesstättenbedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2018/2019 habe gezeigt, dass dringend weitere Plätze für Kinder im Alter von ein bis zwei Jahren benötigt würden. Bis 2019 gebe es eine Warteliste, so der Rathauschef. Daraufhin habe sich die Gemeinde auf die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten wie Einliegerwohnungen und Häusern gemacht. Weil die Physiotherapiepraxis von Theresia Strobel im Frühjahr in der Hechinger Straße einen Neubau bezog, kamen die frei gewordenen Räumlichkeiten „Am Kreidenrain“ geradezu wie gerufen.

Bürgermeister Widmaier stellte dem Gemeinderat am Montagabend einen fast schon fertigen Raumnutzungsplan vor. Auf einer Fläche von 108 Quadratmetern im Untergeschoss entstehen mehrere Räume, darunter ein Schlaf- und Wickelraum. Den Kleinkindern stehe eine große Bewegungslandschaft, teils ausgestattet mit einer Spiegelwand, zur Verfügung. Der Eingang ist ebenerdig. Die Gemeinde lässt sich die nötigen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen im Innenbereich fast 75 000 Euro kosten. Dabei rechnet der Schultes mit einem Landeszuschuss von etwa 25 000 Euro. Wie Widmaier weiter mitteilte, könnte bei dringendem Bedarf in dem Haus auch noch eine zweite Gruppe untergebracht werden. Der Gemeinderat beschloss die Einrichtung einer Krippengruppe in den Räume der einstigen Physiotherapie-Praxis. Ein Baugesuch braucht es nicht.

Die Sanierungsarbeiten an der Gemeinschaftsschule Rangendingen-Hirrlingen gehen derweil weiter. So sollen Fensterbauarbeiten an der Südseite des Altbaus vorgenommen und öffentlich ausgeschrieben werden. Die Kosten liegen bei 194 000 Euro. Beschränkt ausgeschrieben werden sollen Abbrucharbeiten, die im Gebäudeinneren anstehen. Kosten hier: 17 000 Euro.

Große Raumrochaden

Folgende Arbeiten vergab der Gemeinderat am Montagabend als Nachtrag: Bodenbelags-, Maler- und Trockenbauarbeiten für insgesamt 106 272 Euro an die Rangendinger Firma Gnant. Für 77 486 Euro erledigt die Höfendorfer Firma Ulrich Schmid die Schreinerarbeiten. Zur Finanzierung der Sanierungsarbeiten am bestehenden Schulgebäude erhält die Gemeinde basierend auf dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz insgesamt 296 000 Euro.

Weil die Schülerzahlen an der Gemeinschaftsschule Rangendingen-Hirrlingen rückläufig sind und es vorerst nur noch zweizügige Klassen gibt, stehen im Erdgeschoss des zweistöckigen Neubaus Unterrichtsräume zur Verfügung. Die Gemeinde war erfinderisch: Sobald der Neubau fertig ist, soll es in diesem eine altershomogene Betreuung der Vorschüler – damit sind die „Maxis“ vom Kindergarten gemeint – geben. Dazu sollen die bisherigen sechs „Maxi“-Gruppen zusammengelegt werden und in den gegenüberliegenden Neubau umziehen. Die dadurch freigewordenen Gruppenräume im Gemeindekindergarten werden für die Unterbringung von U 3-Gruppen, in der Kinder im Alter zwischen zwei und drei Jahren betreut werden, verwendet. Bisher gab es nur zwei U 3-Gruppen, künftig sind es drei. Diese zusätzliche Gruppe soll bereits ab September als Spielgruppe angeboten werden. Da zu diesem Zeitpunkt der Neubau noch nicht fertiggestellt ist und erst im Anschluss daran mit dem Umbau begonnen werden kann, werden die Kinder dieser Gruppe zunächst im Mehrgenerationenhaus betreut.

Also musste das Erdgeschoss umgeplant werden, wo vier Räume, davon zwei für die „Maxis“, zur Verfügung stehen. Der Eingang befindet sich im hinteren Teil des Gebäudes, wo der Flur Kindergarten und Schule trennt. Im Außenbereich entsteht für die „Maxis“ ein eigener, umzäunter Spielplatz.

Bislang werden im Rangendinger Gemeindekindergarten Betreuungsplätze für insgesamt acht Gruppen angeboten, davon zwei Gruppen für Kleinkinder. Die restlichen sechs für Kinder im Alter von über drei Jahren. Durch die baulichen Änderungen sollen in Zukunft Betreuungsplätze für insgesamt zehn Gruppen angeboten werden.

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