Wald Kleiner Stadtteil Beuren mit großer Holzernte

Beuren / Eugen Pflumm 14.12.2016

Themen rund um den Forst standen bei der jüngsten Beu­rener Ortschaftsratssitzung im Mittelpunkt. Forstoberinspektor Rainer Wiesenberger gab umfassend Auskunft über die Hiebsätze. Er unterstrich, dass von 1000 geplanten nur 878 Festmeter Holz geerntet worden seien. Eingeschlagen wurde im Gewann Haldenwiesen sowie in den Bereichen Bächle und Baurenholz, wo starke Buchenbestände zu verzeichnen waren. Die Holzernte im Baurenholz wurde mithilfe eines Vollernters bewältigt.

„Wenn ein Baum hiebreif im wirtschaftlichen Sinne ist, gilt es diesen zu ernten, damit für den Nachwuchs Platz gemacht wird“, wusste der Förster. Praktiziert werde so eine nachhaltige Waldwirtschaft, und auch in Beuren werde nicht mehr Holz geschlagen als nachwachsen kann, versicherte Rainer Wiesenberger.

Im Durchschnitt 750 Festmeter

In den zurückliegenden neun Jahren wurden zwischen 338 Festmeter im Jahr 2012 und 1122 Festmeter Holz im Jahr 2013 geerntet. Dies ergibt einen Durchschnittswert von 750 Festmeter pro Jahr. In der laufenden Forsteinrichtung, die im Jahr 2019 nach zehnjähriger Laufzeit durch eine neue ersetzt wird, sind nur 700 Festmeter vorgesehen. In den beiden nächsten Jahren können diesbezüglich aber noch Korrekturen vorgenommen werden, so Wiesenberger weiter.

Im kommenden Jahr sind in Beu­ren 520 Festmeter Holz zur Ernte vorgesehen. Dieser Wert liegt weit unter dem langjährigen Durchschnitt. Geschlagen werden soll das Holz in den Gewannen Bächle, (200 Festmeter), Kohlgrube (200 Festmeter) und im Bauernholz (120 Festmeter). Des Weiteren ist eine Jungbestandspflege auf vier Hektar im Bereich Bächle geplant. Dabei soll ein rund 20-jähriger Bestand durchforstet werden. Rainer Wiesenberger erinnerte an die Pflanzung von 100 Kirschbäumen und 120 Weißtannen im Gewann Haldenwiesen. Die Pflänzchen sind im Sommer ausgeschnitten worden, um ungehindert wachsen zu können.

Ein weiteres Thema war das Eschentriebsterben. Die von dieser Pilzkrankheit befallenen Bäume sterben letztlich ab und stellen besonders an Straßen und Wegen eine Gefahr dar. „Es ist sehr schade um die Esche, das ist eine heimische Baumart, die in den Wald gehört“, urteilte der Forstexperte. Entgegenwirken könne man dem Befall nicht, die Sporen seien überall, wusste der Förster.