Hechingen / DIANA MAUTE  Uhr
50 Jahre Albert-Schweitzer-Schule - anlässlich dieses Goldenen Jubiläums hatten die Verantwortlichen zu einem Festakt geladen, an dem Vergangenheit und Zukunft der Förderschule thematisiert wurden.

Zahlreiche Gäste, darunter viele ehemalige Schüler und Lehrer, waren am Samstag der Einladung der Albert-Schweitzer-Schule gefolgt und sprachen ihre Glückwünsche aus. Für die musikalische Umrahmung der Feierstunde sorgte der Schülerchor. Der Viertklässler Antonino Stallone stellte außerdem sein Talent am E-Piano unter Beweis.

Nach der Begrüßung durch Konrektor Siegbert Amann zollte Bürgermeisterin Dorothea Bachmann der Albert-Schweitzer-Schule großes Lob: Sie stehe für 50 Jahre Beständigkeit und gleichzeitig für eine Weiterentwicklung im Sinne der Schüler. In Zeiten des Umbruchs der Schullandschaften würden Schulen und Kommunen vor großen Herausforderungen stehen. Mit einem Konzept, das auf jedes einzelne Kind eingehe, habe die Albert-Schweitzer-Schule eine gute Zukunft vor sich, unterstrich Bachmann und wartete mit einer kleinen Premiere auf: Mit ihrem ersten selbstverfassten Rap "Sie ist so cool, unsere Förderschule" sprach sie die besten Wünsche für die Zukunft aus.

Oberschulamtsdirektor Johann Klingler gratulierte im Namen des Schulamts Albstadt. In den vergangenen 50 Jahren sei die Albert-Schweitzer-Schule für ganze Generationen von Schülern "Heimat und Lebensmittelpunkt" gewesen, betonte er. In dieser Zeit sei es gelungen, "vor Ort ein Netzwerk aufzubauen", durch das viele Schüler in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden konnten. Mit ihrem erfolgreichen Konzept gehe die Schule weit über die viel diskutierte Inklusion hinaus und könne positiv nach vorne blicken.

Im Namen des Fördervereins sprach die Vorsitzende Irmgard Wößner. "Immer mehr Schüler benötigen eine besondere Begleitung und Förderung", erklärte sie. Der 1996 gegründete Förderverein stelle eine Lobby für diese Kinder dar und mache viele Zusatzangebote erst möglich. Das "Aufgehoben sein", die Förderung individueller Stärken und die Tatsache, dass die Schüler hier "nicht als Masse, sondern als einzelne Persönlichkeiten" anerkannt würden, zeichne die Schule aus.

Einen Rückblick auf die Anfänge der Schule, die im Jahre 1964 mit 26 Schülern an der Start ging, gaben die beiden ehemaligen Rektoren Klaus Himmel und Erwin Kapp. Mit einer kleinen Bilderschau wurde an den Bau des Schulgebäudes im Jahre 1972, an dessen Aufstockung 2002 und an den Spielplatzbau im selben Jahr erinnert. Problemen wie Raumnot habe man in all den Jahren mit viel Improvisationstalent entgegengewirkt, das Schulleben sei auch immer von schönen außerschulischen Aktivitäten geprägt gewesen.

Der aktuelle Rektor Sven Kremer sprach anschließend die zentralen Aufgaben der Förderschule an, die mit ihren rund 60 Schülern und zehn Lehrkräften ein Bildungs- und Beratungszentrum sei. Der klare Bildungsauftrag gebe vor, dass auf jedes Kind individuell eingegangen werde, wobei auch die Frühförderung eine wichtige Rolle spiele.

Kooperationen mit vielen Institutionen, der Sonderpädagogische Dienst, Inklusionsangebote mit anderen Schulen sowie Berufsorientierung seien weitere wichtige Pfeiler. "Für die Zukunft wünsche ich mir, dass es unseren Schülern auf ihrem weiteren Lebensweg so gut geht, wie hier an unserer Schule, an der sich alle sehr wohl fühlen", betonte Kremer.