Hechingen Kleine Denkmale ganz groß

SWP 19.03.2014
Hechinger Kleindenkmale stehen im Mittelpunkt einer Stadtführung mit Ruthild Mangler, die am Sonntag, 23. März, um 14 Uhr vor St. Luzen beginnt.

Im Oktober des Jahres 2010 startete im ganzen Zollernalbkreis das Projekt zur Erfassung von Kleindenkmalen. Für die Kernstadt Hechingen übernahm diese Aufgabe Rosa Hauser aus Bodelshausen. Später ergänzte Ruthild Mangler und übertrug die Daten in die EDV. Insgesamt wurden so innerhalb der Gemarkung Hechingen 103 Kleindenkmale aufgenommen.

Im Rahmen der Stadtführung stehen nicht die bekannten Kleindenkmale im Vordergrund, sondern eher die unbekannten, die nur der entdeckt, der mit offenen Augen durch Hechingen geht. Manche sind in einem schlechten Zustand wie etwa die Grabsteine der St.-Luzen-Mönche oder das Denkmal zur Erinnerung an den Krieg von 1870/71. Andere übersieht man leicht, muss man doch, um etwa die Inschrift von 1705 im Balken eines Hauses am Marktplatz lesen zu können, den Kopf in den Nacken legen.

Das Hohenzollerisch-Sigmaringsche Wappen beim Café Röcker haben sicher schon viele im Vorbeigehen gesehen, aber nicht zur Kenntnis genommen. Die Grabsteine neben der Johanneskirche erzählen von den ersten evangelischen Pfarrern in Hechingen, und der Totenkopf am steinernen Kreuz an der Zollernstraße erinnert an die Vergänglichkeit. Der Rückweg nach St. Luzen führt an einem Grenzstein vorbei, der die einstige Markungsgrenze zwischen Hechingen und Stetten kennzeichnete. Eines haben alle 103 Hechinger Kleindenkmale gemeinsam: Ihre Geschichten sind Hechinger Geschichte.

Info Der Treffpunkt am Sonntag ist um 14 Uhr vor der St.-Luzen-Kirche.