Hechingen / swp Der Luzius-Kinderkirche fehlt es an Helfern. Pfarrer Knaus appelliert ans Mitmachen und droht mit dem Aus des Formates.

Vor mehr als zehn Jahren wurde in der damals noch jungen Seelsorgeeinheit der Hechinger Gesamtstadt die Luzius-Kinderkirche, kurz Luki, ins Leben gerufen. Weit über die Grenzen der Region hinaus hat dieses Gottesdienstformat Interesse geweckt, das auf dem Konzept der Abenteuerland-Gottesdienste aufbaut.

Inzwischen stehen die Hechinger Katholiken bereits in der elften Staffel. „Es sind mittlerweile deutliche Abnutzungserscheinungen zu erkennen“, zeigt sich der langjährige Luki-Mitarbeiter und derzeitige Pfarrgemeinderatsvorsitzender Manfred Oks besorgt. Aus den anfänglich noch über 80 aktiv Mitwirkenden ist eine kleine Gruppe von etwa 15 Personen geworden, die kontinuierlich bei den Gottesdiensten, der zuvor stattfindenden Spielstraße und allen anfallenden großen und kleinen organisatorischen Dingen mitarbeiten.

Gemeindereferentin Christine Urban hofft, dass das Projekt nicht über kurz oder lang der gegenwärtigen Mentalität zum Opfer fällt: „Luki ist zwar beliebt, um daran teilzunehmen, aber über einen längeren Zeitraum engagieren möchten sich immer weniger Menschen.“

Die Aufgaben für ein solch aufwändiges Gottesdienstformat sind vielfältig und zahlreich. Diese Last liegt derzeit auf nur wenigen Schultern. „Ich bin froh, dass die Verbliebenen immer noch motiviert mitmachen“, betont Pfarrer Michael Knaus, „aber auf Dauer sollte es auch Spaß machen und nicht zur Bürde werden.“ Darum appellierte er am gestrigen Sonntag am Ende des Luki-Gottesdienstes an die Mitfeiernden, sich bei der nächsten Staffel im kommenden Jahr einzubringen. Bewusst setzte Knaus diesen Aufruf als Zeitansage: „Wenn sich nicht mindestens 30 Menschen finden, die mitmachen, wird Luki sterben.“ Und das wäre schade.

Info Wer bei Luki mitmachen möchte, darf sich bei Gemeindereferentin Christine Urban (christine.urban@sse-luzius.de, Telefon 07471/9363-11) melden.