Rangendingen Kindergartenangebot wird ausgebaut

In den neuen Anbau der Gemeinschaftsschule sollen auch Vorschulkinder einziehen.
In den neuen Anbau der Gemeinschaftsschule sollen auch Vorschulkinder einziehen. © Foto: Martin Zimmermann
Rangendingen / Martin Zimmermann 06.06.2018
Vorschulkinder ziehen in den Schulneubau um. Im Kindergarten entsteht eine neue Kleinkindgruppe.

Das Angebot an Betreuungsplätzen in den Kindergärten in Rangendingen, Bietenhausen und Höfendorf wird noch in diesem  Jahr deutlich ausgebaut. Das kündigte Hauptamtsleiterin Nadja Fournereau bei der Präsentation der Kindergartenbedarfsplanung am Montag im Rangendinger Gemeinderat an.

Derzeit gibt es im Kindergarten Rangendingen drei Regelgruppen, die morgens und mittags betreut werden, drei Ganztagesgruppen mit durchgängiger Betreuung und Mittagessen sowie Krippengruppen für zwei- bis dreijährige Kinder. In den Kindergärten Bietenhausen und Höfendorf gibt es jeweils eine Krippengruppe für Ein- bis Dreijährige und eine altersgemischte Gruppe. In den gemischten Gruppe reduziert sich die Gruppengröße pro zweijährigem Kind um zwei Plätze.

Insgesamt können in Rangendingen alle 183 Kinder über drei Jahre mit den 210 vorhandenen Plätzen betreut werden. Zusätzlich werden 15 auswärtige Kinder aus Hart betreut, deren Eltern teilweise in Rangendingen arbeiten. Dennoch werden in diesem Jahr weitere 25 Kindergartenplätze geschaffen, um Vorsorge für den erwartbaren Zuzug von Familien im Neubaugebiet „Au“ zu treffen.

Eine Warteliste gibt es derzeit für Kleinkinder unter drei Jahren. Für 172 Kinder unter drei Jahren sind 44 Plätze vorhanden. Kleinkinder aus Hart werden momentan nicht angenommen, selbst wenn in den Gruppen bereits Geschwister sind. Die Zahlen  entsprechen einer Versorgungsquote von 25 Prozent, gesetzlich gefordert bei den Kleinkindern jedoch 34 Prozent. Noch in diesem Jahr sollen zwölf weitere Kleinkindplätze dazukommen. Die personelle Aufstockung hat die Gemeinde bereits in die Wege geleitet. Mit57 Plätzen wäre die vorgeschriebene Quote mit dann 33 Prozent fast erfüllt.

Ein Problem bei der Kindergarten­erweiterung in Rangendingen war bislang der Raummangel. Aber mit der Erweiterung der Joachim-Schäfer-Schule werden derzeit auch neue Räume für den Kindergarten geschaffen. Geplant ist, im Neubau künftig zwei Kindergartengruppen unterzubringen. Dazu werden Kinder, die im nächsten Jahr in die Schule kommen aus den bestehenden sechs Gruppen, in zwei Gruppen zusammengefasst. Die restlichen Kinder im Kindergarten werden in fünf Gruppen zusammengefasst. Ein Gruppenraum wird dann umgebaut, um die zwölf neuen Plätze für Kleinkinder und 25 zusätzliche Plätze für Kindergartenkinder zu schaffen.

Die neue Kleinkindergruppe soll bereits im September als Spielgruppe starten. Der Umzug der Vorschulkinder in das Schulgebäude soll nach den Planungen im November stattfinden. „Die Situation wird sich durch die neu geschaffenen Plätze etwas entspannen. Allerdings werden weiterhin Plätze für die Ein- bis Zweijährigen fehlen und die Kinderzahlen werden durch das neue Baugebiet weiter ansteigen“, sagte Hauptamtsleiterin Nadja Fournereau.

Gemeinderätin Magdalena Dieringer (Freie Wähler) begrüßte den Ausbau der Kindergartenplätze. Sie bemängelte jedoch, dass ein Kindergartenkind unter Umständen innerhalb weniger Jahre drei Mal die Gruppe wechseln müsse. Diese Kritik habe sie auch schon von Eltern gehört.

Besondere Angebote in den Kindergärten

Die Kindergärten nehmen in Kooperation mit der Joachim-Schäfer-Schule am Landesprogramm „Schulreifes Kind“ teil. Alle drei Kindergärten können das Schwimmbad nutzen. Sprachförderung und Singen-Bewegen-Sprechen sind im Projekt SPATZ mit der Jugendmusikschule Hechingen enthalten. Zusätzlich gibt es zwei halbe Stellen zur Sprachförderung, die über ein Bundesprogramm finanziert werden. Kindertagespflege kann durch Tagesmütter in Absprache der Eltern mit dem Jugendförderverein Zollernalbkreis stattfinden. Bislang werden keine Kinder durch Tagespflegepersonen betreut.

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