Draußen summt und brummt es wieder. Damit das auch so bleibt, haben einige Rangendinger Kinder unter Anleitung des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) bei idealem Pflanzwetter viele bienenfreundliche Blumen ausgesät.

Florian Dieringer, ein Rangendinger Landwirt, hatte für das durch Spenden finanzierte Projekt einen Randstreifen Ackerfläche von mehr als 100 Quadratmetern, rechts an der Brücke in Richtung Hirrlingen, entlang der Starzel, zur Verfügung gestellt. Den Boden hatte der zweite OGV-Vorsitzende Herbert Beiter hergerichtet. Mit einer Fräse verfeinerte er den Boden. „Das ist ein sehr guter Standort“, sagte Herbert Beiter. Neben den Insekten hätten auch Radfahrer und Spaziergänger etwas von der heranwachsenden schönen, bunten Pracht. Die Resonanz hätte laut dem ersten Vorsitzenden Manfred Beiter ruhig etwas größer ausfallen dürfen. 28 Beete waren ausgewiesen, und nur 14 Kinder kamen in Begleitung ihrer Eltern, Opas und Omas.

Begeistert machten sich die jungen Nachwuchsgärtner ans Werk und verstreuten voller Schwung und Spaß den Samen für die spätere Blumenpracht. Doch bevor es an die Aussaat ging, lernten sie vom zweiten Vorsitzenden Herbert Beiter, dass die Samen je nach ihrer Art ganz verschieden aussehen. Er vermittelte ihnen außerdem, dass mache Blumen unter der Erde sprießen und andere dafür das Sonnenlicht brauchen. In Gläschen hatte der Bio-Landwirt zwölf Getreide- und Blumensamen zum Anschauen ausgestellt, von denen sich die Kinder nach Belieben eine Mischung zusammenstellen durften. Beiter hatte ausgerechnet, wieviel Gramm von welchem Samen für einen Quadratmeter Erde reichen. Die Samenkörner wog er auf das Gramm genau ab.

Als Saathilfe für die kleinen Kinderhände schüttete er Sand und Sägemehl mit in den Eimer. „So lässt sich das besser streuen.“ So streuten die Kleinen Ölrettich, Mais, Senf, Phaceloia, Linsen, Leindotter, Futtererbsen, Buchweizen und Sonnenblumen auf das vorbereitete Feld. Der Hobby-Imker Herbert Beiter hatte auch einen Sack mit reinen Bienenweide-Samen dabei, den er auf die Teile seiner brachliegenden Ackerflächen verstreute. „Das alles, was ihr hier seht, ist gut für Bienen, Schmetterlinge, Hummeln und Wespen“, sagte Beiter zu den Kindern, die ihre Parzellen mit einem Namensschild markierten und auf die Hinterseite die Sorten schrieben.

Der erste Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins, Manfred Beiter, betrieb weitere naturkundliche Aufklärungsarbeit. „Es ist ein Wunder, wie aus einem solch kleinen Körnchen später einmal eine ganz große Pflanze wird“, erklärte er. „Erst bis in zwei Monaten kommt da was Kleines zum Vorschein, im Herbst dann die volle Pracht“, informierte Herbert Beiter, der zusammen mit Manfred Beiter und dem Streuobstpädagogen Hans-Jürgen Heck die Kinder zur Hand nahm und ihnen das Säen beibrachte.

Der kleinen Emma Gnant hing man eine Streuschale um. Während sie auf ihrem Grundstückchen Maiskörner auf den feuchten Humus schmiss, säte Finn Heck den türkischen Drachenkopf, mit dessen Blüten man Salate und Kuchen garnieren sowie Tee zubereiten kann. Positiver Nebeneffekt: Die Bienen und Hummeln ernten mit Vorliebe den Nektar dieser Ölfrucht.