Kontrovers diskutiert wurde in der jüngsten Beurener Ortschaftsrats­sitzung eine Geschwindigkeitsbegrenzung in der Mössinger Straße. Ortsvorsteher Peter Gantner gab zu bedenken, dass auf dieser Straße vor allem bis zum Parkplatz beim Rundwanderweg viele Spaziergänger und Wanderer unterwegs sind, die Straße teilweise sehr kurvig sowie unübersichtlich und abschnittsweise kein Gehweg vorhanden ist. Zudem werde die Strecke von der Heidewegtour tangiert. Zur weiteren Info ließ Peter Gantner wissen, dass auf der Gemarkung Mössingen Tempo 30 gilt.

Ortschaftsrat Jürgen Fischer vertrat eine ganz klare Meinung zu diesem Thema. Er sprach sich für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer aus. „Diese nützt aber gar nichts, wenn die Beschränkung nicht überwacht wird“, sagte er. Teilweise werde sogar noch viel schneller als 50 Stundenkilometer gefahren, „da könnte ich einige Namen nennen“, unterstrich Fischer. Jürgen Saile sprach sich auch für eine Geschwindigkeitsbegrenzung aus, allerdings hielt er 50 Stundenkilometer für angemessen.  Jens Bogenschütz  fand eine 30-Kilometer-Begrenzung „für eine so lange Strecke echt schwierig“. Dabei meinte er den Abschnitt vom Beurener Friedhof bis zum Beginn der Gemarkung Mössingen. Bogenschütz wusste, dass schon auf der viel kürzeren Bismarckstraße sehr oft viel schneller als 30 Kilometer gefahren werde.

Generell gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung in der Mössinger Straße sprach sich  Marco Söll aus. Prinzipiell gelte, dass sich jeder Fahrer den Örtlichkeiten, den Witterungsbedingungen und eventuellen Passanten anzupassen habe. So müsse auf der relativ engen Straße auch an Fußgängern mit gebührendem Abschnitt vorbeigefahren werden. „Außerdem gibt die kurvige Straße, vor allem im oberen Bereich, gar kein schnelles Fahren her“, urteilte Söll. Er sah keinen Handlungsbedarf und sprach sich allenfalls für eine „Sensibilisierung der Leute“ aus. Hans Klotz konnte einer Geschwindigkeitsbegrenzung ebenso wenig  abgewinnen. Er favorisiert vielmehr das Aufstellen von Schildern, die auf  Wanderer und Spaziergänger verweisen. „Jeder normale Mensch, der Auto fährt, tut dann langsam“, meinte Klotz. Für Ortsvorsteher Peter Gantner ist eine Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern auf Abschnitten mit Wanderern und Fußgängern definitiv zu schnell, weshalb er eine 30er-Begrenzung favorisierte.

Bei der Abstimmung sprachen sich Jürgen Fischer, Peter Gantner und Jürgen Saile für ein Tempolimit aus, während Jens Bogenschütz, Hans Klotz und Marco Söll dafür keinen Handlungsbedarf sahen. Bei einem Patt von 3:3 Stimmen war das Ansinnen schließlich vom Tisch.

Warnschilder sollen aber aufgestellt werden und zwar innerorts nach der Abzweigung in die Ringstraße wie auch von der Mössinger Seite her. Dort soll ein Hinweisschild kurz vor dem ­Anstieg in den mit links und rechts mit Hecken bewachsenen kurvigen Bereich platziert werden.

15 Euro Schuppenpacht – Rasengräber für den Friedhof


Bisher konnten in Hechingen städtische Flächen in Schuppengebieten gepachtet werden. Damit ist es nun vorbei, denn die Abkehr vom Pachtmodell ist beschlossene Sache. Der Beurener Ortschaftsrat hat sich dafür stark gemacht, dass bisherige Pächter wählen können, ob sie das Gelände, auf dem ihr Schuppen steht, kaufen oder pachten wollen. Ortsvorsteher Peter Gantner schlug einen ­Quadratmeterpreis von 15 Euro vor, bereits bezahlte Erschließungskosten sollen mit dem Kaufpreis verrechnet werden. „Nach 30 Jahren enden die jetzigen Pachtverträge, bisherige Pächter haben dann die Möglichkeit, weiter zu pachten“, informierte Gantner ergänzend. Es sei allerdings nicht auszuschließen, dass „irgendwann einmal“ mit einer Pachterhöhung gerechnet werden müsse. Jürgen Fischer nannte die vorgeschlagenen 15 Euro angemessen. „Eine Stadt, ein Preis“, unterstrich er.  Schließlich wurde Gantners Vorschlag einstimmig angenommen.

Des Weiteren wurde entschieden, dass man sich Rasengräbern nicht verschließen wolle. Es soll Einzel- und Doppel-Rasengräber geben, wobei gemäß der Hechinger Friedhofsordnung das Anbringen eines Grabsteins und einer kleineren Grabplatte erlaubt ist. Für die Rasenpflege durch den städtischen Betreibshof wird ein Aufschlag erhoben. Die Anlage der neuen Grabform wurde von den Ortschaftsräten einstimmig verab-
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