Hechingen Kein Flüsterasphalt für die B 27

Die B 27-Anlieger in der Hechinger Unterstadt leiden unter Verkehrslärm. Mit einem Flüsterasphalt wird’s aber so schnell nichts.
Die B 27-Anlieger in der Hechinger Unterstadt leiden unter Verkehrslärm. Mit einem Flüsterasphalt wird’s aber so schnell nichts. © Foto: Andrea Spatzal
Hechingen / Hardy Kromer 09.08.2018
Der Wunsch vieler Hechinger nach baldigem Lärmschutz wird vom Regierungspräsidium nicht erfüllt.

Nach der Baustelle ist vor der Baustelle: Seit Mittwoch sind die Brückenbauarbeiten am B 32-Ast im unteren Killertal abgeschlossen, und der Weg von Schlatt in Richtung B.27/Tübingen sowie zur L 410 nach Rangendingen ist wieder frei.

Doch die nächste Baustelle kündigt sich bereits an, wie das Regierungspräsidium auf Nachfrage der HZ bestätigte: Vom 17. September an wird der Straßenbelag der B 27 zwischen Bodelshausen und der Lärmschutzwand rund 600 Meter nördlich der Anschlussstelle Hechingen-Mitte beim „Kaufland“ saniert.

Im ersten Bauabschnitt kommt das Stück zwischen Hechingen-Nord und dem Ende des vierspurigen Abschnittes bei Bodelshausen (Richtung Tübingen) an die Reihe, wobei die östlichen Zu- und Abfahrten der Anschlussstelle Bodelshausen (in Fahrtrichtung Tübingen) gesperrt werden. Die Umleitung für die Strecke Bodelshausen – Hechingen führt dann über die parallel zur B 27 verlaufende Kreisstraße und die L 410.

In einem zweiten Schritt wird der Abschnitt von der Ausfahrt Hechingen-Nord bis auf Höhe der Lärmschutzwand vor der Anschlussstelle Hechingen-Mitte (Richtung Balingen) saniert. Dann werden die westlichen Zu- und Abfahrten der Anschlussstelle Hechingen-Nord (in Fahrtrichtung gesperrt. Hier wird der Verkehr über die K 7107, die Haigerlocher und die Sigmaringer Straße umgeleitet. Die gesamte Bauzeit soll etwa sechs Wochen betragen.

Nein zu mehr Lärmschutz

Die Hoffnung vieler verkehrslärmgeplagter B.27-Anwohner in der Gammertinger Straße, im Prinzling, in Stetten und anderswo, dass ihn im Zuge dieser Sanierungsarbeiten ein Flüsterasphalt beschert wird, erfüllt sich allerdings nicht. Wie berichtet, hatte Werner Beck, Freie-Wähler-Fraktionschef im Hechinger Gemeinderat, genau diese schalldämpfende Maßnahme angeregt.

Auf Nachfrage der HZ teilte das Regierungspräsidium jetzt mit: „In diesen Abschnitten ist kein Flüsterasphalt vorgesehen. Der Grund dafür liegt darin, dass es dort entweder keine unmittelbar angrenzende Bebauung gibt oder bereits eine Lärmschutzwand beziehungsweise ein Lärmschutzwall vorhanden ist.“

Jetzt müssen die lärmgeplagten Anwohner darauf hoffen, dass der für den Herbst angekündigte städtische Lärmaktionsplan mit anderen Maßnahmen für Abhilfe sorgt.

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