Jungingen Jungingen ist weiter schuldenfrei

Finanziell steht die Gemeinde Jungingen gut da.
Finanziell steht die Gemeinde Jungingen gut da. © Foto: dpa
Jungingen / Sabine Hegele 28.07.2018
Jahresrechnung 2017, Wasser, Abwasser: Finanziell steht Jungingen prima da.

In Jungingen boomt die Wirtschaft. Das bescherte der Gemeinde ein Plus an Einnahmen von rund 1,37 Millionen Euro. Dennoch konnten im Rechnungsjahr 2017 nicht alle Projekte zum Abschluss gebracht werden, weshalb Haushaltsausgabereste in ­einer Größenordnung von knapp 1,6 Millionen Euro gebildet ­wurden.

Trotzdem: Wesentliche Vorhaben wurden erfolgreich abgeschlossen: Beispielsweise der Kauf eines neuen Löschfahrzeugs für die Feuerwehr, die Erneuerung der Technik im Freibad (womit das Bad, anders als zunächst geplant, doch öffnen konnte) oder die Sanierung der Ortsdurchfahrt.

Zugleich konnten die geplanten Ausgaben um 315 000 Euro reduziert werden. Im Ergebnis führte all das zu einer Erhöhung der Zuführung an den Vermögenshaushalt auf 1,56 Millionen Euro. Die allgemeine Rücklage hat sich um 370 000 Euro auf 1,2 Millionen Euro erhöht.

Die Gebührenkalkulation für die Wasserversorgung stellte sich im vergangenen Jahr so dar: Bei einem Gebührensatz von 2,50 Euro stand unterm Strich eine sogenannte Unterdeckung von 16 700 Euro; kostendeckend wäre eine Gebühr von 2,73 Euro. Im nächsten Jahr sollen die Gebühren neu kalkuliert werden.

Anders als bei der Wasserversorgung, dürfen im Bereich der Abwasserbeseitigung keine Gewinne erwirtschaftet werden. Problem in Jungingen: eine sogenannte Überdeckung von 10 500 Euro beim Niederschlagswasser. Aus der Schmutzwasserbeseitigung resultierte eine Defizit von 2700 Euro. Das heißt, dass es die  Gebühren zu senken gilt, um den erwirtschafteten Überschuss auszugleichen.

Ruf nach Hundetoilette

Wohin mit den Kotbeutelchen? Auf diese Frage aus der Bürgerschaft musste Bürgermeister Harry Frick eine Antwort schuldig bleiben – noch. Gemeinsam mit dem Gemeinderat und dem Bauhof will er nach einer Lösung suchen, damit Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht mehr „wild“ entsorgen müssen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel