Er war der Hingucker schlechthin: das C-Klasse Cabrio von Mercedes Benz, das am Mittwoch mitten auf dem Rangendinger Schulhof parkte. Der Anlass? 130 Acht- bis Zehntklässler bekamen beim Berufsinformationstag der Gemeinschaftsschule Rangendingen-Hirrlingen Einblicke in die Jobs der Region. Das schicke Gefährt stammte vom Autohaus Karl Müller aus Mössingen.

Insgesamt elf Firmen stellten sich an diesem Vormittag den Jugendlichen vor und gaben Informationen zu ihren Ausbildungswegen und Karrierewegen. Neben dem Autohaus waren Baxter Gambro Dialysatoren, Flaschnerei Barwig, Bizerba, die Bundeswehr, Marc Cain, Erbe Elektromedizin, Theben, Blickle Räder+Rollen, Sülzle Holding, das Polizeipräsidium Tuttlingen und Zollernalb-Klinikum vertreten.

Auffällig war die hohe Beteiligung der Mitarbeiter. „Was wir feststellen, ist, dass die Firmen mehr Leute schicken“, bemerkte Schulleiterin Andrea Jetter daher. Deren Vertreter schlugen sogar zu fünft in der Gemeinschaftsschule auf. Das sei für Jetter auch ein Zeichen der Bestätigung, dass der Berufsinfotag den regionalen Betrieben wichtig ist. Außerdem: „Ich finde es immer wieder gewinnbringend für unsere Schüler, wenn sie vertiefte Einblicke in die Berufe bekommen“, unterstreicht sie. Von der Arbeit des Modedesigners, der Verwaltungsangestellten bis hin zum Beruf des Chemielaboranten hatten die Schüler die Chance, sich vielfältig zu informieren.

Damit die Botschaften bei den Jugendlichen bestmöglich ankommen, hatte Bastian Helber, Serviceleiter des Autohauses Karl Müller, Verstärkung im Schlepptau. Er reiste mit seinen Ausbildungsbotschaftern Luca Vehlow, Martin Glaser und Kenan Bacevac an. Diese jungen Kerle hätten einfach die Sprache der Schüler drauf, so Helber, der meint, dass der ein oder andere potenzielle Azubi dann seinen Weg zu „Karl Müller“ in Rottenburg oder Mössingen findet. Das hoffen auch die anderen Betriebe, die bei den Jugendlichen punkten wollen.

Samson Davoniche ist sozusagen immun. Der 18-Jährige weiß schon, dass er später einmal Lehramt studieren möchte. Den Berufsinfotag an sich fand er dennoch „interessant und hilfreich“. Die meisten Klassenkameraden haben aber noch keinen Plan, welchen Beruf sie ergreifen möchten. Bastian Helber konnte das Interesse bereits spüren: „Ich merk das auch. Die Schüler haben ein Lächeln im Gesicht“, sagt er.