Hechingen / Diana Maute  Uhr
Mit einem phänomenalen Konzert feierte der Gospelchor Hechingen sein 25- jähriges Bestehen und brachte dabei den „Rhythm of Life“ zum Pulsieren.

Oh happy day“ – diese drei kleinen Worte, die einem der bekanntesten Gospels seinen Titel gaben, vermögen trefflich die wunderbare Atmosphäre zu beschreiben, die das Konzert zum silbernen Jubiläum des Hechinger Gospelchors kennzeichnete. Unter der Regie ihres Chorleiters Mario Peters übertrafen sich die Sängerinnen und Sänger dabei selbst und legten einen vor Energie und Lebensfreude nur so sprühenden Auftritt hin, mit dem sie am Samstag Jung und Alt in der vollbesetzten St. Luzenkirche begeisterten. Der Andrang dort war so groß, dass so mancher Gast mit einem Stehplatz vorliebnehmen musste. Kein Wunder, denn dem Hechinger Gospelchor eilt seit nunmehr 25 Jahren sein guter Ruf voraus.

„Wir sind überwältigt, dass heute so viele gekommen sind, um mit uns zu feiern“, wandte sich Chormanagerin Gudrun Röderer an die Besucher, zu denen neben Pfarrer Michael Knaus und Bürgermeister Philipp Hahn auch zahlreiche ehemalige Chormitglieder sowie Gäste aus Limbach-Oberfrohna, der sächsischen Partnerstadt Hechingens, zählten. Sie alle ließen sich vom ersten Takt an von den lebensbejahenden Liedern der Hechinger „Gospel Singers“ mitreißen, die zu den Klängen von „We pray“ gemeinsam in die Kirche einzogen und die Füße der Zuhörer zum Wippen brachten. Ganz nach dem Motto des Chors, der die schillernden Farben des Regenbogens und den dazu passenden Satz „Gospel ist Leben“ verkörpert, präsentierten die Sänger zum Silberjubiläum einen Auszug ihres facettenreichen Repertoires, das von energiegeladenen Songs wie „Africa“, das durch eine kleine Geschichte ergänzt wurde, über fröhliche Stücke wie „Cantar“ bis hin zu gedankenvollen Balladen wie „Gabriellas Song“ reicht.

Der Chor verstand es, die Stimmungsbilder der diversen Gospels wunderbar umzusetzen und deren modernen, rhythmusbetonten Stil harmonisch zu interpretieren. Immer wieder traten Solisten aus dem Gros der Sänger hervor und bei Themen, die in den verschiedenen Stimmen kontrapunktisch auftreten, spielten sich die Akteure gekonnt den musikalischen Ball zu.

Zwischen den Liedern blieb auch Raum für Grußworte. Bürgermeister Philipp Hahn blickte auf die Anfänge des Gospelchors vor 25 Jahren zurück. Was als „Wohnzimmerprojekt“ begonnen habe, sei zu einem großen Chor mit rund 60 Mitwirkenden angewachsen. Das Wort Gospel bedeute so viel wie gute Nachricht, erklärte Hahn. „Für uns ist es eine sehr gute Nachricht, dass der Chor das kulturelle Leben der Zollernstadt seit 25 Jahren bereichert“, bedankte er sich bei den Sängern für ihr begeisterndes Engagement.

Pfarrer Michael Knaus sprach davon, dass die Botschaft des Gospels viel mehr sei, als es sachlich ausgedrückt werden könne. Die Botschaft des Evangeliums werde durch den Gospelchor mit „neuen Tönen“ verkündet und zugänglich gemacht. „Damit haben Sie eine schillernde Facette in die manchmal triste Landschaft unserer Kirche gebracht“, lobte er und bezeichnete den Chor als ermutigendes Vorbild.

Christina Bahr von der Partnerstadt Limbach-Oberfrohna bedankte sich herzlich für „immer wieder wunderbare Begegnungen“ mit den Hechingern und überreichte Geschenke zum Jubiläum. Herzliche Dankesworte und Geschenke sowie tosenden Applaus gab es für Mario Peters, der den Gospelchor seit beeindruckenden 25 Jahren leitet sowie für Gudrun Röderer, die sich ebenso lange um das Management kümmert.

Am Ende des umjubelten Konzertes gesellten sich ehemalige Mitglieder sowie Sänger aus der sächsischen Partnerstadt zum Chor dazu und sorgten mit Liedern wie „Highway to heaven“ oder „You raise me up“ gemeinsam für Gänsehautstimmung.

Im Anschluss hatten die Besucher Gelegenheit, die Chronik zum Chorjubiläum zu erwerben und sich eine kleine Bilderausstellung anzusehen. Einen weiteren gelungenen Auftritt absolvierte der Gospelchor dann noch am Sonntag beim Gottesdienst in der Hechinger Stiftskirche.