In Ruhe und Abgeschiedenheit feierte Pfarrer Dieter Mayer am Sonntag seinen 70. Geburtstag, denn er erholt sich gerade von einer überstandenen Corona-Virus-Erkrankung. Am Morgen des Karsamstags war er noch negativ getestet worden. Doch anschließend verschlechterte sich sein Zustand. Pfarrer Mayer musste in Quarantäne, aber Gott sei Dank nicht ins Krankenhaus. Doch in der Folge wurden einige Gottesdienste in der Seelsorgeeinheit abgesagt. Nun muss er sich von den Strapazen der Erkrankung erholen. Darauf sollten auch Gratulanten Rücksicht nehmen.

Gott zu den Menschen bringen

Dieter Mayer wurde am 18. April 1951 in Rielasingen-Arlen als einziges Kind der Eltern Maria und Helmut Mayer geboren und ist in Singen aufgewachsen. Der Vater ist inzwischen verstorben. Die Mutter lebt noch 90-jährig und wird von ihrem einzigen Sohn möglichst zweimal in der Woche in Singen besucht.
Nach der Grundschule besuchte der Jubilar zunächst die Realschule, wo ihn dort eine Lehrerin, in seinen Gedanken Priester zu werden, unterstützte. Deshalb wechselte der junge Realschüler im Alter von 15 Jahren an das Aufbaugymnasium St. Pirmin in Sasbach, wo er 1973 die Schule erfolgreich mit dem Abitur abschloss. An den Universitäten Freiburg und Regensburg studierte der junge Abiturient katholische Theologie.
Der junge Theologe erinnert sich heute noch gerne daran, dass der Semesterabschluss nach einem Sommersemester in Regensburg in der Wohnung seines Dozenten Josef Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI. stattfand. Es folgten 1978 ein Gemeindejahr in Lörrach und ab 1979 der Besuch des Priesterseminars in St. Peter im Schwarzwald, welches er mit der Weihe zum Diakon abschloss. Es folgte ein weiteres Diakonatsjahr in Mannheim, um dann wieder nach St. Peter zurück zu kehren.
Mit der Handauflegung des damaligen Erzbischofs von Freiburg, Oskar Saier, am 28. Mai 1981 erhielt Dieter Mayer die Priesterweihe. Mit dem Primizspruch „Dives in Misericordia“ oder „Gott ist reich an Erbarmen“ aus der zweiten Enzyklika von Papst Johannes Paul II. aus dem selben Jahr erhielt der junge Priester den Auftrag, Gott zu den Menschen zu bringen und ihnen klar zu machen, dass Gott existiert und sie seine Wirklichkeit in den Sakramenten erleben.
Nach der Weihe zum Priester und Seelsorger folgten Zeiten als Vikar in Schwetzingen und Engen und dann ab 1983 eine längere Periode als Pfarradministrator in Krauchenwies im Kreis Sigmaringen.
Im September 1991 führte der Weg des Jubilars zusammen mit seiner Haushälterin Maria Kieferle weiter ins Hohenzollerische, nämlich nach Trillfingen ins dortige Pfarrhaus, um seelsorgerisch die Gemeinden Trillfingen, Bad Imnau und Hart zu betreuen. Im Pfarrhaus Trillfingen hat Pfarrer Mayer bis heute seinen Wohn- und Arbeitssitz.
Neue Aufgaben wurden dem Jubilar im 1. April 2004 zugeteilt, als die Seelsorgeeinheit Eyachtal mit den bisherigen drei Gemeinden gegründet wurden und ihm auch noch die Pfarrgemeinden von Owingen und Stetten übertragen wurden. Damit hatte Pfarrer Mayer insgesamt 4000 Katholiken zu betreuen.
Eine Erweiterung des seelsorgerischen Aufgabenfeldes erfolgte zum 1. Januar 2015, als die noch größere Seelsorgeeinheit Eychtal-Haigerloch St. Anna mit allen neun Stadtteilen von Haigerloch einschließlich Heiligenzimmern gegründet wurde. Als Kooperator ist der Jubilar seither zusammen mit deren Leiter Pfarrer Michael Storost für diese große Seelsorgeeinheit zuständig.

Ein großer Marienverehrer

Offen und aufgeschlossen nimmt Pfarrer Dieter Mayer als großer Marienverehrer seit 30 Jahren sein Priester- und Seelsorgeamt von Trillfingen aus war, stets bedacht auch um harmonisches Miteinander untereinander. Dabei kümmert er sich nicht nur um das Seelenheil seiner anvertrauten Mitchristen, sondern hat auch die Renovierung der Gotteshäuser Bad Imnau, Trillfingen und Hart tatkräftig unterstützt.
Mit Fürsorge und Umsicht umsorgt er er auch die drei kirchlichen Kindergärten in Bad Imnau, Trillfingen und Owingen. In Pfarrer Mayer haben aber auch die Vereine und besonders auch die Kirchenchöre in Bad Imnau, Trillfingen und Owingen stets besondere Unterstützung und ein offenes Ohr erhalten.
Die Hohenzollerische Zeitung als seine Heimatzeitung wünscht dem Jubilar alles Gute und besonders Gesundheit.

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Jubiläen kann Pfarrer Dieter Mayer in diesem Jahr noch feiern: sein 40-jähriges Priesterjubiläum am 28. Mai und sein 30-jähriges Wirken als Pfarrer für Trillfingen, Bad Imnau und Hart.