Zollernalbkreis Jäger dürfen auf Abschussplan verzichten

SWP 02.04.2013
Der Zollernalbkreis wurde als Versuchseinheit für das Modellprojekt "Rehbewirtschaftung ohne Abschussplan" (RoBa) ausgewählt.

Mit zwei Veranstaltungen im Landratsamt hat die Wildforschungsstelle des Landes Baden-Württemberg aktuell über das Modellprojekt "Rehbewirtschaftung ohne Abschussplan" (RoBa) informiert. Alle Jagdpächter, Verpächter sowie Eigenjagdbesitzer im Zollernalbkreis waren dazu eingeladen.

In diesem Projekt wird erprobt, inwieweit auf den behördlichen Abschussplan verzichtet werden kann. Die bisherigen Erfahrungen im Zollernalbkreis zeigen, dass RoBa sowohl bei den Jägern als auch bei den beteiligten Gemeinden gut angenommen wird. "Das große Interesse an den beiden Veranstaltungen bestätigt, dass alle Beteiligten den Bürokratieabbau begrüßen", so Landrat Günther-Martin Pauli MdL. "Um so mehr freut es uns, wenn wir in diesem Jahr das Projekt weiter ausdehnen können. Und so die Erfahrungen, die damit bei uns gesammelt werden, in die zukünftigen jagdrechtlichen Regelungen einfließen werden."

Im Regierungsbezirk Tübingen ist der Zollernalbkreis als "Versuchseinheit" ausgewählt worden. Es besteht damit ab dem 1. April die Möglichkeit, im gesamten Landkreis auf den behördlichen Abschussplan zu verzichten und im Rahmen des Modellversuches eine Absprache mit den Verpächtern auf privatrechtlicher Ebene zu treffen.

Seit Beginn des Projektes im Jahr 2007 ist der Zollernalbkreis bislang mit einigen Hegeringen aus dem Bereich der Gemeinden Hechingen, Haigerloch und Jungingen beteiligt.