Region Ja zu Erneuerbaren

Region / SWP 08.08.2012
Ein klares Ja zu erneuerbaren Energien: Dazu bekennt sich der Schwäbische-Alb-Tourismusverband. Gleichzeitig fordert er eine "planvolle Steuerung".

"Der Schwäbische-Alb-Tourismusverband muss und will zum Thema Energiegewinnung Stellung beziehen", erklärt Thomas Reumann, Verbandsvorsitzender und Landrat des Landkreises Reutlingen. Dies auch schon deshalb, weil die Tourismusbranche selbst einen erheblichen Energiebedarf habe, der gedeckt werden müsse. "Windkraftanlagen werden aber das Landschaftsbild verändern", darüber ist sich der Vorsitzende im Klaren. Umso wichtiger sei eine sorgfältige und abgestimmte regionale Steuerung, die auch die touristischen Belange berücksichtige. Der Schwäbische-Alb- Tourismusverband spricht sich in diesem Zusammenhang entschieden für das Freihalten sensibler Bereiche aus, insbesondere des Albtraufs. Das Landschaftsbild der "Kuppenalb" müsse bewahrt bleiben, zu touristischen Betrieben wie etwa Ferienanlagen oder Campingplätzen müsse Abstand eingehalten werden. Damit eine Steuerungsplanung gelingen kann, plädiert der Verband für interkommunale Kooperationen und fordert bei Eingriffen in die Landschaft Ausgleichsmaßnahmen.

Gleichzeitig will sich der Verband für erneuerbare Energien stark machen und entsprechende Bewusstseinsarbeit leisten, betont Geschäftsführer Jürgen Steiner: "Windkraft kann als sichtbares Zeichen für eine umweltfreundliche Region begriffen und im Tourismusmarketing genutzt werden."