Musik Irische Weihnachten in der Hechinger Stadthalle

Weihnachten wird in Irland teils sehr fröhlich gefeiert. Die „Irish-Christmas“-Show auf der Stadthallenbühne vermittelte dies sehr eindrucksvoll.
Weihnachten wird in Irland teils sehr fröhlich gefeiert. Die „Irish-Christmas“-Show auf der Stadthallenbühne vermittelte dies sehr eindrucksvoll. © Foto: Antonia Lezerkoss
Hechingen / Antonia Lezerkoss 13.12.2016

Nollaig Shona Dhuit“ ist Gälisch und bedeutet so viel wie „Fröhliche Weihnachten“. Mit diesem Gruß von der grünen Insel, festlichen Liedern, fröhlichen Tänzen und stimmungsvoller Musik bezauberten die neun Akteure ihre zahreichen Zuschauer in der Hechinger Stadthalle. Weihnachten ist in Irland ebenso wie hier ein großes Fest, wird dort aber mit ganz viel Musik und teils sehr alten keltischen Bräuchen fröhlich gefeiert. Dies versuchte die Show „Irish Christmas“ nachzuzeichnen – und das Publikum mit auf eine Reise durch die nicht immer nur besinnlichen Tage der Weihnachtszeit in Irland zu nehmen.

Mal fröhlich und ausgelassen, dann wieder ruhig, fast meditativ, gestaltete sich „Weihnachten auf Irisch“ und vermittelte so zusammen mit stimmungsvoller Beleuchtung, weihnachtlicher Dekoration – vom bunt geschmückten Weihnachtsbaum bis zum prasselnden Kaminfeuer – auf andere Art den Zauber des Advents. Atemberaubender Stepptanz wurde gewürzt mit einem amüsanten Auftritt von Tänzern in einem überdimensionalen Pferdekostüm. Und weil im 19. Jahrhundert viele Iren das Land verlassen mussten, um anderswo auf dieser Welt ein Auskommen zu finden, mischten sich Einflüsse des Gastlandes unter die irischen Weihnachts- und Festtagstraditionen. Daher enthielt die Show auch irisch-englische, irisch-amerikanische und irisch-australische Titel.

Schwungvoll oder klackernd

Mit klarem, gefühlvollem Gesang sorgten Liosa Murphy und Declan Arthurs mit angenehmen Singstimmen immer wieder für zu Herzen gehende, bewegende Momente. Ganz besinnlich stimmte Sängerin Liosa Murphy die Zuschauer mit der keltischen „Kerzen-Zeremonie“ ein und gefühlvoll sang Declan Arthurs das weltweit bekannte Weihnachtslied „O holy night“.

Irische Lebensfreude und einen Hauch Riverdance-Feeling vermittelten die vier Stepptänzer, die beim ungestümen „Flammentanz“, beim geselligen „After dinner dance“ oder beim gefälligen „Tanz-Duett“ schwungvoll oder klackend über die Bühne wirbelten.

Irische Musik ist etwas für schnelle Finger auf den Instrumenten. Furios spielten Saoirse Reilly die Fiddle und Cian Farrelly die Bodhrán, Whistles und verschiedene Flöten. Aber auch Cillian McCabe an Gitarre und Banjo und Sean Stapleton am Knopfakkordeon ließen die Finger fliegen und bekamen immer wieder Zwischenapplaus. Als Conor Broderick schließlich mit seiner „Party-Nummer“ aufzeigte, wie glänzend er sein Keyboard beherrscht, war das Publikum ganz aus dem Häuschen.

Lustig anzusehen und anzuhören war das Tanz-Bodhrán-Duell: Wild steppte, sprang und wirbelte der Tänzer über die Bühne und versuchte, das rasante Spiel von Farrelly auf der Bodhrán zu übertreffen. Der jedoch überzeugte mit zusätzlichen witzigen „Tanzeinlagen“ und hatte die Lacher auf seiner Seite. Zur Freude des Publikums und als Hommage an die Gastgeber hatten die Iren auch deutsche Weihnachtslieder im Gepäck.

Nach stürmischem Applaus für die gelungene Mischung aus Gesang, temperamentvoller Tanzshow und ursprünglich-keltischer Musik verabschiedete sich das Ensemble mit dem schottischen Klassiker „Auld Lang Syne“ von der Bühne.

Info Veranstalter: Ceol Chiarraí, Kerry, Ireland, in Zusammenarbeit mit der Konzertdirektion Landgraf aus Titisee-Neustadt.