Weilheim / Von Bernd Ullrich  Uhr
Die Liste „Aktiv für Weilheim“ stellte sich vor. Die Amtsinhaberin schließt jedoch auch nichts aus.

Es war eine „überschaubare Runde“, die sich im Weilheimer „Adler“ eingefunden hatte, wie Ort­schaftsratsmitglied Josef Wolf feststellte. Etwa ein Dutzend Gäste waren der Einladung gefolgt, die Bewerber der Weilheimer Liste „Aktiv für Weilheim – erhalten und gestalten“ kennenzulernen. Bekanntlich gibt es in Weilheim ja drei Listen.

Den Vorstellungsreigen eröffnete Josef Wolf, selbstständiger Business-Coach und seit zehn Jahren stellvertretender Ortsvorsteher: „Ich bin motiviert und bereit, meine gesammelten Erfahrungen einzubringen und als Ortsvorsteher Verantwortung zu übernehmen.“

Gerhard Klotz, seit 15 Jahren mit Familie in Weilheim wohnend, betrachtet sich als ruhenden Pol. Er würde, so man ihn wählte, mit Herz, Seele und Liebe der Aufgabe im Ortschaftsrat widmen.

Industriemechaniker Fabian Stauß, der schon im Ortschaftsrat war, ist nach Auslandsaufenthalt wieder in Weilheim gelandet. Er würde gerne mit einer guten Truppe etwas auf die Beine stellen und meint: „Alles bewahren, was gut ist. “

Wolfgang Stauß, Weilheimer Urgewächs und erfolgreicher Vogelzüchter, hat bei einem ersten Treffen mit den Kandidaten einen guten Eindruck gehabt. Er plädiert für ein engeres Zusammenrücken in Weilheim und hofft, dass alles gut geht.

Andreas Weiß, aus Pfullingen stammend, ist Verwaltungsbeamter beim Regierungspräsidium Tübingen und wohnt noch nicht sehr lange in Weilheim, fühlt sich hier aber sehr wohl. Für ihn und seine Familie soll der Ort Heimat werden.

Timo Wolf, angehender Gartenbaumeister, mit 26 Jahren der jüngste Kandidat, war durch Krankheit bei der Vorstellung verhindert. Er kenne sich in Weilheim gut aus, passe auch gut ins Gremium und sei eine gute Vertretung im Ort, meinte Josef Wolf.

Sie werde sich, so Ingrid Riester auf Anfrage, nicht um das Amt der Ortsvorsteherin bewerben. „Aber wenn es gewünscht wird, würde ich weitermachen.“

Weilheim habe von den Stadtteilen nach langem und intensivem Bemühen zuerst DSL erhalten. Für 2020/2021 wird als Ziel der Glasfaserausbau angegeben. Weiter verfolgt werden soll die Bebauung „Auf der Bins“. Dass „Berg II“ als Baugelände vom Ortschaftsrat einstimmig verworfen worden ist, stimmte einen Besucher der Veranstaltung „extrem traurig.“ Der Grund hierfür, so wurde erklärt, seien die schwere Bebaubarkeit und die hohen Erschließungskosten. Und mit dem Flächennutzungsplan hätten sich andere Alternativen aufgetan. Jedoch blieb die Frage „Wo ist Bauland in Weilheim?“ im Raume stehen. Die Antwort auf diese Frage hat sicherlich für den neuen Ortschaftsrat, gleich welcher Zusammensetzung, Priorität.

Ebenfalls an vorderer Stelle steht nach Ansicht der Liste das schnelle Internet.

Ob und in wie weit sich die Kirche bei der Renovierung der Kirchhofmauer finanziell einklinkt, stehe noch nicht fest, war zu hören.

Einig waren sich die Kandidaten und die Besucher, dass die neuen Ratsmitglieder, egal welcher Liste sie angehören, gemeinsam die Probleme und Aufgaben angehen müssen. Es werde sich nicht alles sofort lösen lassen, aber hier gelte auch wie bisher: „Steter Tropfen höhlt den Stein.“

Drei Listen treten in Weilheim an

Große Konkurrenz um die Sitze im Weilheimer Ortschaftsrat. Außer der Liste „Aktiv für Weilheim“ um Josef Wolf und Ingrid Riester treten an: die Liste „Gemeinsam für Weilheim“ mit Michael Zinnebner, Peter Fischer, Ingo Kolodzey, Tobias Kopf, Yvonne Milobara, Ulrike Murawski und Daniela Trivic; und die Liste „Wir für Weilheim“ mit Gerd Eberwein und Heike Barth.