Besser hätte es im vergangenen Jahr für den Verein für Garten, Obstbau und Landschaft Rangendingen nicht laufen können. Dessen 1. Vorsitzender Manfred Beiter berichtete bei der Hauptversammlung im „Rössle“ von leicht gestiegenen Mitgliederzahlen. Den acht verstorbenen Mitglieder standen zwölf Neueintritte gegenüber. Aktuell zählt der Verein 283 Mitglieder.

Zur Förderung der Gartenkultur fanden laut Beiter zwei Kräutervorträge und ein Treff im Hausgarten der Familie Vötsch statt, und beim Vereinsausflug lernten die Rangendinger vom Sichtungs- und Lehrgarten der Hochschule für Landschaftsarchitektur in Nürtingen. Im Blickfeld der Heimatpflege stand die Pflege von alten Steuobstbäumen an der Owinger Halde.

Am Landes-Förderprogramm zum Schnitt von Streuobstbäumen nimmt der Verein seit dem Winter 2015/2016 teil. Das Förderprogramm sieht vor, auf der Rangendinger Gemarkung 566 Streuobstbäume mindestens zwei Mal in fünf Jahren fachgerecht zu schneiden. Rekordverdächtig war laut Manfred Beiter die Resonanz bei der Baumpflanzaktion auf der Hochzeitswiese mit 26 Brautpaaren.

Mehr als erfreulich fiel die Obsternte aus. „Nach zwei schlechten Jahren wäre 2018 eine Ernte für mindestens drei Jahre möglich gewesen. Die Bäume waren brechend voll und die Äste mussten wegen der schweren Last sogar gesteipert werden“, fasste Manfred Bieter die Rekordernte zusammen. Die insgesamt 4,7 Tonnen Obst von der Vereinsanlage „Krummbrückle“ verkaufte man oder verarbeitete es zu Apfelsaft. „Wahrscheinlich hätte man nochmal zwei bis drei Tonnen Obst ernten können. Uns fehlte aber die Zeit dazu“, sagte der Vorsitzende weiter.

Gut angekommen seien die auf die Jugend speziell zugeschnittenen Angebote. Streuobstpädagoge Hans-Jürgen Heck sammelte mit den Kindern und deren Eltern Schnittreisig und zeigte, wie man Reisbüschele bindet. Auf reges Interesse stieß zudem das Basteln von Wildbienenhäuschen und das Schaumosten beim Mostfest. Solche Jugendwerbeaktionen will der Verein beibehalten.

Über einen winzigen, zweistelligen Gewinn in der Vereinskasse berichtete Kassierer Rainer Franke. Hans Wannenmacher als Revisor sprach von einem geordneten Belegwesen. Dank eines guten Finanzpolsters will der Verein auf eine Erhöhung des seit 2002 unverändert bei acht Euro liegenden Mitgliederbeitrags verzichten.

Bürgermeisterstellvertreterin Magdalena Dieringer zollte dem rührigen Verein Respekt und Anerkennung. Es werde einiges in Sachen Erwachsenenbildung und Heimatpflege unternommen, lobte sie und sagte weiter: „Wir haben viele Leute in Rangendingen, die sich an der Natur erfreuen. Der Obst- und Gartenbauverein trägt seinen Teil dazu bei.“

Bei den Wahlen wurden 1. Vorsitzender Manfred Beiter, Stellvertreter Herbert Beiter, Schriftführerin Heidi Widmaier und Kassierer Rainer Franke für weitere drei Jahre in den Ämtern bestätigt. Beiters spezieller Dank galt dem Ehrenvorsitzenden Kolumban Wannenmacher, der dem Verein mit Rat und Tat zur Seite steht.

Ein Lichtbildervortrag von Herbert Beiter über das abgelaufene Vereinsjahr beschloss die Versammlung.

Ehrungen für 25 und 40 Jahre Mitgliedschaft


Ehrungen langjähriger Vereinsmitglieder nahm in der Hauptversammlung Ulrich Ende, 2. Vorsitzender des Kreis­obstbauverbandes Zollernalb, zusammen mit Manfred Beiter und Herbert Beiter vor:
Für 25 Jahre: Lorenz Strobel, Wilfried Schuster, Martin Schäfer, Michael Parisi, Siegfried Neher, Norbert Heck, Edeltrudis Haug, Michael Götze, Siegfried Gehring, Alexander Dieringer, Dietmar Dieringer, Roberto Bortoli und Sven Baur an.
Für 40 Jahre: Otto Wannenmacher, Pius Pfeffer, Magdalena Klaffschenkel, Hermann Hirt, Xaver Dieringer, Karl Dieringer und Hans Beiter.