Stetten bei Hechingen In Frieden leben können

FRANZ BUCKENMAIER 19.11.2013
Am Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege bei der Klosterkirche fand in Stetten die Feierstunde zum Volkstrauertag statt.

Eröffnet wurde die Feier zum Volkstrauertag in Stetten vom Musikverein. Es folgte ein Vortrag von Ortschaftsrat Jürgen Schädler zum Thema "Lassen sich Kriege vermeiden", worauf die Chorgemeinschaft aus Männergesangverein Stetten und Kolpingschor Hechingen das Lied "Sehnsucht" anstimmte. Anschließend intonierte die Musikkapelle "Über den Sternen" und leitete über zur Ansprache von Ortsvorsteher Robert Buckenmaier. Er sagte, dass sich überall auf der Welt die Menschen nichts sehnlicher wünschten, als in Frieden leben zu können. Buckenmaier hinterfragte außerdem die Definition von Krieg. In Afghanistan etwa habe die Bundeswehr Opfer bringen müssen, in Mexiko gebe es tausende Tote durch rivalisierende Drogenkartelle - und im Nahen Osten riskierten Menschen Leib und Leben, um skrupellose Machthaber durch demokratische Strukturen zu ersetzen. In nicht wenigen Staaten Afrikas gehöre das Morden und Raubschatzen zur Tagesordnung. All das seien Beispiele für Kriege ohne Kriegserklärung, die viele unschuldige Opfer forderten und immer noch fordern - und wo der Frieden für die Menschen weit weg ist.

Der Volkstrauertag rufe in Erinnerung, dass es in der Geschichte der Menschheit niemals so viele Opfer von Krieg, Verfolgung, Gewalt und Terror gegeben habe wie im vergangenen Jahrhundert. Und so gedenke man der Millionen Toten der beiden Weltkriege, der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und all jener Vertriebenen, die ihr Leben lassen mussten. Ebenso gedacht werde den gegenwärtigen Schrecken und all den Soldaten, die ihr Leben riskieren, um den Aufbau von Staaten zu unterstützen, in denen die Menschen in Frieden und Freiheit leben können.

Der Volkstrauertag mahne jedes Jahr wieder, Lehren aus der Geschichte zu ziehen. Deutschland stelle sich der Verantwortung, aktiv einzutreten für die Achtung vor dem Leben, für die freiheitliche Demokratie und für den Erhalt von Sicherheit und Frieden.

Am Ende der Gedenkfeier spielte die Musikkapelle das Lied "Ich hatt einen Kameraden" und am Ehrenmal wurde ein Kranz niedergelegt.