Mit Blick auf die aktuelle Corona-Lage und die nach wie vor unsichere Planungssituation, was zu den festgesetzten Terminen im Veranstaltungskalender möglich ist beziehungsweise welche Einschränkungen dann noch vorliegen oder auch nicht, hat sich die Gemeinde Bisingen in Rücksprache mit den Ortschaften dazu entschlossen, alle Gemeindefeste bis Ende Juli abzusagen.

Entscheidung fiel nicht leicht

Dies betrifft unter anderem die Bachhockete in Wessingen, das Dorffest in Thanheim, aber auch das Sommerfest des Musikvereins Zimmern.
„Diese Entscheidung ist den Verantwortlichen, auch mir, nicht leichtgefallen, zumal wir diese das zweite Jahr hintereinander treffen mussten“, sagt Bürgermeister Roman Waizenegger. Zumal die zahlreichen Gemeinde-, aber auch Vereinsfeste wichtige, wiederkehrende Veranstaltungen im Gemeindeleben seien. „Sie tragen“, weiß der Rathauschef sehr wohl, „zur Identität, aber vor allem zum geselligen und damit guten Miteinander bei“.

Hoffen für das Jahr 2022

Dennoch hoffen die Verantwortlichen auf das Verständnis der Bevölkerung und würden sich freuen, wenn die Vereine, Teilnehmer, Kunsthandwerker und Besucher dann „hoffentlich im kommenden Jahr 2022 wieder mit dabei sind“.
Zur Begründung der Entscheidung informiert Bürgermeister Roman Waizenegger: „Der Bund und die Länder haben sich auf stufenweise, inzidenzabhängige Lockerungen geeinigt. Fällt in einem Stadt- oder Landkreis die Sieben-Tage-Inzidenz stabil (mindestens fünf Tage in Folge) unter 50, treten hier weitere Lockerungen in Kraft.

Inzidenzen zu hoch

Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz fünf Tage in Folge unter 35, gibt es zusätzliche Lockerungen. In Stadt- und Landkreisen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt, treten automatisch wieder Verschärfungen in Kraft.
Mit der aktuellen Änderung der Corona-Verordnung des Landes hat Baden-Württemberg die generellen Regelungen und die Notbremsen-Regelung an die bundeseinheitlichen Vorgaben des novellierten Infektionsschutzgesetzes des Bundes angepasst.
Die strengsten Vorgaben gibt es demnach ab einer Sieben-Tage-Inzidenz über 165. Derzeit haben 32 von 45 Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 165, darunter auch der Zollernalbkreis.“